Alkoholismus und Depressionen

Samstag, 19. Dezember 2015 12:07

Alkoholiker leiden häufig an Depressionen. Welcher Zusammenhang besteht zwischen diesen beiden Krankheiten?

Mit der Frage beschäftigen sich Forscher intensiv. Früher gingen sie davon aus, dass beide Krankheiten genetisch verwandt sind und gemeinsam vererbt werden. Neuere Forschungen (Adoptionsstudien) lassen allerdings Zweifel an dieser Theorie aufkommen. Vielmehr vermuten Wissenschaftler heute, dass die eine Krankheit aus der anderen folgt. Was war zuerst da – die Alkoholkrankheit oder die Depression? In der Praxis ist das oft nur schwer zu entscheiden. Denn der Teufelskreis aus Trinken, Scham und Depression schließt sich allzu schnell. Auf Grund von Studien ist bekannt, dass viele Alkoholiker gleichzeitig depressiv sind. Die Forscher glauben, dass die depressiven Symptome bei Alkoholkranken meist die Folge des jahrelangen Alkoholmissbrauchs sind (sekundäre Depressionen). In diesem Fall muss zuerst die Alkoholabhängigkeit behandelt werden. [...]

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Alkohol an Weihnachten

Donnerstag, 17. Dezember 2015 12:26

Weihnachten ist Alkohol-Hochsaison. Wenn sich die Dunkelheit der kurzen Tage mit düsterer Stimmung mischt, greift mancher fast schon reflexartig zur Flasche.
Zumindest bei suchtanfälligen Charakteren wandelt sich die Funktion des Alkohols im trüben Winter oft grundlegend: vom Spaßbeschleuniger im Familien- und Freundeskreis zum vermeintlichen Allheilmittel gegen psychische Probleme. Experten warnen jedoch vor einer Verharmlosung des Hochprozentigen. Denn Lust und Frust des Trinkens liegen mitunter gefährlich nah beieinander.

Man darf nicht vergessen, dass nicht alle Menschen wohlbehütet feiern. Manchmal sind Verzweiflung und Einsamkeit zu Weihnachten besonders groß. Das zeigt sich unter Erwachsenen ebenso wie unter Teenagern. Koma-Saufen bei den Jüngeren kann ein wichtiges Warnsignal sein. [...]

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Entzugserscheinungen bei Alkoholsucht

Samstag, 12. Dezember 2015 12:24

Den Körper vom Gift befreien

Wer seit Monaten oder gar Jahren keine nüchternen Tage mehr kennt, muss mit starken Entzugserscheinungen rechnen. Diese Entzugserscheinungen können lebensbedrohlich sein und sind dringend behandlungsbedürftig.

Die Tatsache, «geringe Mengen Alkohol zu vertragen», verleitet viele Alkoholkranke immer wieder zu dem Versuch, kontrolliert zu trinken. Der Vorsatz und leider oft auch der ärztliche Rat, sich nur auf 2 oder 3 Biere zu beschränken, verkennt die Problematik der psychischen Abhängigkeit völlig. Kontrolliertes Trinken gelingt dem Alkoholkranken meist nur tage- oder vielleicht wochenlang. Dann aber – aus irgendeinem Anlass – wird diese Trinkmenge überschritten. Damit ist der Rückfall endgültig eingetreten. Weitere Zeichen psychischer Abhängigkeit sind die Einengung der Interessen auf Alkohol sowie das Trinken trotz eindringlicher Warnungen durch den Arzt oder andere Fachleute. Obwohl der Betreffende sich völlig im Klaren darüber ist, dass diese Warnungen gerechtfertigt sind, kann er sein Trinken nicht beenden: er trinkt sozusagen wider besseres Wissen!

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Komasaufen bei Jugendlichen

Donnerstag, 10. Dezember 2015 10:03

Immer mehr Jugendliche greifen zur Flasche – mit schlimmen Folgen.

Saufen bis der Arzt kommt: In Deutschland wird Alkohol immer mehr zu einem Problem unter Jugendlichen. Das Bundesamt für Statistik erfasst jährlich rund 23 Tausend Jugendliche, die im Alter von zehn bis 20 Jahren wegen einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Alarmierend: Seit dem Jahr 2002 hat sich ihre Zahl sogar verdoppelt. Außerdem greifen vermehrt auch Kinder unter zwölf Jahren zur Flasche. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen noch nicht mal um einen Ausrutscher: Auf Partys, in Clubs oder auf der Straße betrinken sich viele Jugendliche vorsätzlich bis zum Umfallen. Verständnisvolle Barbetreiber organisieren dazu die passenden Events: Hoch im Trend liegen zum Beispiel “50-Cent-” oder “Flatrate-Parties”, auf denen die Feierwütigen für einen Fixbetrag frei trinken können. Am nächsten Tag geistern Worte wie “trinkfest”, “dicht”, “Blackout” oder “One-Night-Stand” über den Schulhof. Doch ob Kater oder Koma: Die körperlichen Folgen von Alkoholexzessen in jungen Jahren wiegen schwer. [...]

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Alkohol in der Schwangerschaft

Samstag, 5. Dezember 2015 10:14

Ein Glas Sekt zum Anstoßen, ein paar Schluck Rotwein zum Entrecote – Alkohol als gesellschaftlich akzeptiertes Gift gehört zu einem gelungenen Sozialleben weithin dazu. Umso größer sind die Gewissensbisse, die schwangere Frauen meist plagen, wenn sie sich doch einmal zu einem Gläschen haben hinreißen lassen. Schließlich fordern Bundesbehörden, Frauenärzte und Ernährungswissenschaftler aus Sorge um die Babys “Null Toleranz”, wenn es um Alkohol in der Schwangerschaft geht.
Auf Alkoholkonsum sollte in der Schwangerschaft grundsätzlich verzichtet werden. Denn selbst kleine Mengen können das ungeborene Kind nachhaltig schädigen.

Sehen Sie dazu einen Filmbeitrag aus der ZDF-Mediathek.

Schwangere, die Alkohol trinken, riskieren Fehlbildungen bei ihrem ungeborenen Kind. Auf diese Tatsache wird zwar immer wieder hingewiesen, dennoch gönnt sich manche werdende Mutter gerne einmal ein “Gläschen in Ehren”. Die möglichen Folgen werden meist nicht bedacht oder gar verharmlost. Dabei kann während der Schwangerschaft nur die Devise gelten: Finger weg vom Alkohol! [...]

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Woran man Alkoholsucht erkennen kann

Donnerstag, 3. Dezember 2015 10:14

Alkohol ist eine gesellschaftlich akzeptierte Droge und als Stimmungsmacher überall willkommen. Somit ist der Weg in eine Suchtgefahr gesichert. Die Anzahl an Menschen mit einer Alkoholsucht steigt immer mehr und außer dass es zu körperlichen und psychischen Schäden führt, leidet auch das soziale Umfeld darunter. Ist Ihr Alkoholkonsum noch risikoarm oder entwickelt sich schon eine Abhängigkeit? [...]

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Alkohol und Drogen am Arbeitsplatz

Samstag, 28. November 2015 10:31

Man spricht von fünf Prozent Abhängigen und zehn Prozent Suchtgefährdeten in der arbeitenden Bevölkerung. Allein wegen Alkohols am Arbeitsplatz entstanden 2007 fast 30 Milliarden Euro Verlust für die Volkswirtschaft, alkoholbedingte Arbeitsunfälle verursachten Kosten von einer Milliarde Euro. Wie stark Medikamentenabhängigkeit zugenommen hat, weiß keiner – sie wird nicht umsonst die “stille Sucht” genannt. Eine Schnapsfahne kann man immerhin riechen.

Beim Thema »Alkohol am Arbeitsplatz« denken manche vielleicht an das Anstoßen mit einem Gläschen Sekt auf den Geburtstag oder das Betriebsjubiläum einer Kollegin oder eines Kollegen. Alkoholkonsum ist so alltäglich, dass bei solchen Gelegenheiten auch in der Firma getrunken wird. Was in der Freizeit ganz normal scheint, wird auch am Arbeitsplatz unkritisch betrachtet. Zu Unrecht: Alkohol am Arbeitsplatz kann ernsthafte Folgen haben. [...]

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Ab wann spricht man von Sucht?

Donnerstag, 26. November 2015 10:21

Ein Bier zum Feierabend, ein Piccolo mit Freundinnen. Was sich so harmlos anhört, kann der Beginn einer schleichenden Sucht nach Alkohol sein. So trinkt jeder Deutsche im Schnitt rund 9,6 Liter reinen Alkohol pro Jahr. Ab wann wird der Konsum schädlich und wird jeder, der ab und zu (viel) trinkt, automatisch zum Alkoholiker? Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle; vorrangig sind es genetische Einflüsse, also eine gewisse Anfälligkeit, die vererbt wird. Es gibt nicht das eine Suchtgen, sondern es hängt an vielen Hundert Genen, die in jedem Einzelfall unterschiedlich zusammenwirken.

Ein ausschlaggebender Faktor is beispielsweise die Verfügbarkeit. So ist in Deutschland Alkohol sieben Tage pro Woche 24 Stunden lang verfügbar. Auch das Einstiegsalter spielt eine Rolle. Bei Jugendlichen, die bereits mit elf oder zwölf Jahren mit Alkohol anfangen, liegt das Suchtrisiko bei 40 Prozent. Bei den 15- bis 16-Jährigen beträgt es „nur“ sieben Prozent. Das weit verbreitete Komasaufen unter Kindern wird in spätestens zwei Jahrzehnten deutliche Spuren in den Suchtkliniken hinterlassen. [...]

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Alkoholentzug und seine Symptome

Samstag, 21. November 2015 10:30

Als Alkoholentzugssyndrom bezeichnet man eine typische Symptomkonstellation, die bei Vorliegen einer Alkoholsucht nach Unterbrechung der regelmässigen Alkoholzufuhr entsteht.

Zitternde Hände beispielsweise sind nur eines von möglichen Symptomen von Alkoholentzug. Es überfällt alkoholabhängige Menschen, die schlagartig das Trinken einstellen oder abrupt den Alkoholkonsum reduzieren. Durch den Alkoholentzug entstehen Veränderungen im Körper, die diese beunruhigenden Symptome verursachen können. Alkoholentzug kann auch lebensbedrohlich sein. [...]

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Co-Abhängigkeit

Donnerstag, 19. November 2015 10:12

Co-Abhängigkeit bezeichnet ein umstrittenes psychiatrisches Konzept, nach dem manche Bezugspersonen eines Suchtkranken dessen Sucht durch ihr Tun oder Unterlassen zusätzlich fördern und/oder selber darunter in irgendeiner Form leiden.

Beispiele für Co-Abhängigkeit sind Arbeitskollegen, welche die trunkenheitsbedingten Minderleistungen eines Kollegen vertuschen und kompensieren, Familienangehörige, die den Suchtmittelkonsum finanzieren, oder Ärzte, die suchtbildende Medikamente ohne korrekte Indikation verordnen. Co-abhängiges Verhalten reduziert den Leidensdruck des Suchtkranken und verlängert so seine Krankheits- und Leidensdauer. Eine Co-Abhängigkeit kann in drei Phasen verlaufen:

  1. In der Beschützerphase erfährt der Suchtkranke besondere Zuwendung und Mitgefühl in der Hoffnung, er könne seine Sucht aus eigener Kraft überwinden.
  2. In der Kontrollphase übernehmen die Bezugspersonen die Aufgaben und Probleme des Süchtigen, wodurch sie die Sucht gegenüber dritten Personen verdecken.
  3. Die Anklagephase ist durch zunehmende Aggression und Verachtung dem Kranken gegenüber geprägt. Am Ende kann eine vollständige Hilflosigkeit der Co-Abhängigen entstehen.

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