Interessante Berichte

Partysaufen bis der Arzt kommt

hier das Video zum Bericht

Videobeitrag – Saufen bis der Arzt kommt – Kinder im Vollrausch

Komasaufen – Jugendliche und Alkohol-Konsum

Bericht auf ARD Exclusiv – Die Reportage

Der erste Anruf an diesem Abend erreicht die Leitstelle der Feuerwehr Hannover schon kurz vor neun Uhr. Die Polizei hat ein Mädchen an der Landstraße gefunden – volltrunken. Der Rettungswagen bringt die 15-Jährige sofort in das Kinderkrankenhaus auf der Bult. Zehn Jugendliche mit Alkoholvergiftung versorgen die Rettungssanitäter in dieser Nacht. Sechs von ihnen landen in der Kinderklinik. Der jüngste ist zwölf, der älteste 15 Jahre alt.

Kinder zwischen Disco und Intensivstation Ein Junge muss auf die Intensivstation, er droht ins Koma zu fallen. Während sich Ärzte und Pfleger um die schwer alkoholisierten Kinder sorgen, wird in der Innenstadt von Hannover reichlich getrunken; in einem Discozelt auf dem Jahrmarkt, in der Fußgängerzone und auf Flatrate-Partys. Dort gibt es Hochprozentiges zu Dumpingpreisen. Wer noch keine 18 ist, schickt Ältere zum Tresen. Schnaps trinken bis zum Umfallen ist für viele Teenager mittlerweile Freizeitbeschäftigung Nummer eins geworden.

Billiger Alkohol auf Flatrate-Partys “Ohne Alkohol”, meint eine 15-Jährige, “kann man doch gar keinen Spaß haben”, und lässt dabei die Wodkaflasche aus dem Discounter kreisen. Eine Mädchengruppe trifft sich vor dem “Kampftrinken” zum “Aufbrezeln”. Vortrinken brauchen sie diesmal zu Hause nicht, denn auf der Flatrate-Party heißt es am Abend “All you can drink” für nur 9,99 Euro. Wer in die Disco will und jünger ist als 18, braucht eine schriftliche Erlaubnis der Eltern. Das Formular für die Einverständniserklärung kann sich jeder im Internet herunterladen. “Die Unterschrift lässt sich leicht fälschen. Und wer kann das schon kontrollieren?” sagen die Mädchen. Ute Jurkovics und Gudrun Kirfel haben in Hannover ein Wochenende lang Ärzte und Pfleger im Kinderkrankenhaus auf der Bult bei der Arbeit begleitet. Sie waren auch dort unterwegs, wo Jugendliche trinken, soviel sie können – manchmal bis der Arzt kommt.


Artikel – Deutsche trinken mit am meisten Alkohol (Senioren zunehmend gefährdet)

http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt

Videobeitrag – Alkoholkonsum bei Jugendlichen und Kindern steigt

Alkohol ist inzwischen die zweithäufigste Ursache für Krankenhausaufenthalte. Die neuesten Zahlen zeigen, dass darunter sind auch immer mehr Kinder und Jugendliche sind.

Videobeitrag von ZDF Heute aus der ZDF-Mediathek

Videobeitrag – Was passiert im Rausch?

Der Schädel brummt, der Magen rebelliert: Da waren wohl ein paar Gläschen zu viel im Spiel. Alkohol gilt als Stimmungsmacher. Wir gehen dem Rausch auf den Grund. Was passiert da im Körper?

Videobeitrag von ZDF Drehscheibe aus der ZDF-Mediathek

Videobeitrag – Teenager im Alkoholrausch

“30 Minuten Deutschland” über den Alkoholrausch unter Kindern als Gesellschaftsphänomen und den schwierigen Weg der jungen Alkoholiker aus der Sucht.

Während die Zahl der rauchenden Jugendlichen seit Jahren weiter zurückgeht, sind die Fakten über den Alkoholkonsum der deutschen Teenager alarmierend: 20% der 12- bis 17-Jährigen haben pro Monat mindestens einen Vollrausch.

Chefarzt Dr. Thorsten Wygold vom Kinderkrankenhaus auf der Bult in Hannover beobachtet die Entwicklung mit großer Sorge: „Je jünger die Kinder beim Erstkontakt mit Alkohol sind, desto größer ist die Gefahr, dass sie später alkoholabhängig werden. Fast an jedem Wochenende ist auf der Station der Kindermedizinischen Tagesklinik „Alkohol-Alarm. Bis zu acht alkoholisierte Kinder werden dann in einer Nacht im Kinderkrankenhaus eingeliefert. Gerade ist der 16-jährige Mark mit dem Krankenwagen gebracht worden. „Wodka, Bier, alles Mögliche haben dem Jugendlichen auf einer Party den Rest gegeben. Er ist noch halbwegs ansprechbar und bekommt von der Krankenschwester die „Standardbehandlung verpasst: Blutdruck und Temperatur messen, eine Infusion mit Glucoselösung legen, wasserdichte Unterlage unter den Kopf und eine Windel um den Po. „Sie übergeben sich und sie nässen ein, weiß die Krankenschwester aus Erfahrung. Mark fällt in einen tiefen Schlaf und wird bis zum nächsten Morgen seinen Rausch im Kinderkrankenhaus ausschlafen, umgeben von kleinen Patienten mit gegipsten Armen. „Das ist für die dann schon sehr peinlich, wenn sie am nächsten Morgen mit einer Windel aufwachen, sagt die Krankenschwester, „aber das soll ihnen auch ruhig peinlich sein. Das soll natürlich auch abschrecken. Am nächsten Morgen wird Mark von seinem Vater abgeholt. Doch nicht ohne ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt. Chefarzt Thorsten Wygold nutzt den Kontakt um festzustellen, ob bei dem Teenager vielleicht schon eine Alkoholabhängigkeit vorliegt.

Melanie (17) ist alkoholkrank. Ihren ersten Absturz hatte sie mit 13 auf einer Party. Mit 14 trinkt sie fast täglich Alkohol: sogar vor der Schule und am Wochenende kippt sie Bier und Wodka bis zur Besinnungslosigkeit in sich hinein. Irgendwann merkt ihre Mutter, dass mit der 17-jährigen etwas nicht stimmt. Melanies letzte Station: Teen Spirit Island eine Therapiestation für suchtkranke Jugendliche. Bis zu 12 Jugendliche im Alter von 12-18 Jahren werden hier von Dr. Christoph Möller (38) behandelt. In der Aufnahmephase liegt der Schwerpunkt auf der Entgiftung, Motivationsarbeit für eine längerfristige Therapie und der körperlichen und psychiatrischen Diagnostik. Eine harte Zeit: anfangs darf Melanie gar nicht, später nur nach strengen Regeln das Gebäude verlassen. Obwohl die 17-jährige schon seit einem halben Jahr da ist, wird sie nach jedem Ausgang auf Alkoholkonsum und Drogen getestet. Das Behandlungskonzept hat Modellcharakter für Deutschland und wird wissenschaftlich begleitet. Trotzdem ist die Rückfallquote hoch: für die Station Teen Spirit Island gab es 296 Aufnahmen bei 164 Patienten. Ein Indiz dafür, wie schwer es ist, die Sucht zu bekämpfen.

http://www.youtube.com/watch?v=klnL_uL2xio

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