Was ist ein Burnout?

Burnout ist eine der “Zivilisationskrankheiten” unserer Zeit – Medizinstatistiker schätzen, dass in Deutschland aktuell etwa neun Millionen Menschen davon betroffen sind. Das Krankheitsbild Burnout (“Ausgebranntsein”) wurde 1974/1976 durch die US-amerikanischen Psychologen Herbert Freudenberger und Christina Maslach erstmalig beschrieben, ihre Studien konzentrierten sich zunächst auf das chronische Erschöpfungssyndrom bei Ärzten, Pflegekräften und anderen “professionellen Helfern”. Seit den 1990er Jahren wird Burnout nicht nur als eine Erkrankung dieses Personenkreises gesehen, sondern auch bei anderen Personen als Folge von starker und langanhaltender beruflicher und/oder persönlicher Belastung diagnostiziert – viele Mediziner sehen den Begriff Burnout allerdings heute kritisch und stufen ihn als eine “Modediagnose” ein, welche die Abgrenzung des Krankheitsbildes vor allem gegenüber echten Depressionen erschwert.

Burnout – Stressfolge und existenzielle Krise

Fakt ist zunächst: Burnout kann jeden treffen – Manager und Angestellte ebenso wie Hausfrauen, Rentner und Studenten. Die Ursache ist zunächst “Stress”, der durch Entlastungsphasen und Erfolgserlebnisse nicht mehr kompensiert wird. Ein Burnout entwickelt sich in drei Dimensionen: psychische und physische Erschöpfung, zunehmender Zynismus/Distanziertheit gegenüber der Stress auslösenden beruflichen Aufgabe oder auch der eigenen Lebenssituation insgesamt, verminderte Leistungsfähigkeit und Gefühle der “Wirkungslosigkeit” und persönlichen Versagens.

Management-Wissenschaftler betrachten das Burnout-Syndrom als stressinduzierte “existenzielle Krise”, die unter anderem auf Führungsprobleme verweist. Über- oder Unterforderung sowie fehlende Anerkennung im Beruf spielen als auslösende Faktoren eine wesentliche Rolle. Ein klassisches Beispiel für Burnout-Hintergründe ist die Motivations- und Beförderungspraxis vieler Unternehmen: Gehalt und Status gelten als hauptsächliche oder ausschließliche Motivationsfaktoren, deren “Verteilung” anhand quantifizierbarer Arbeitsergebnisse erfolgt – eine Beförderung nur auf dieser Basis beispielsweise in Führungspositionen kann eine dauerhafte Überforderung und langfristig ein Burnout zur Folge haben.

Gleichzeitig hängen Burnout und Depression eng zusammen – Ärzte und Psychologen schätzen, dass über die Hälfte der Burnout-Patienten auch an behandlungsbedürftigen “echten” Depressionen leiden. Sofern es bei der Diagnose “nur” um Burnout geht, leiden die Betroffenen jedoch weniger unter depressionstypischen Symptomen – etwa innerer Leere oder Wahrnehmungsveränderungen bis hin zu Suizidgedanken – sondern vor allem unter subjektiv benennbaren Frustrationen, natürlich Erschöpfung und vegetativen Dysfunktionen.

Burnout-Therapie – ganzheitlicher Ansatz und Verhaltens-/Lebensänderung

Bei einer nachhaltigen Burnout-Behandlung geht es um Heilung der körperlichen Dimensionen der Erkrankung ebenso wie um seelische Gesundung und die Benennung und Beseitigung der Ursachen der chronischen Erschöpfung. Eine Burnout-Therapie oder eine entsprechende Präventionsbehandlung kann – und sollte – daher durchaus eine Lebens- und Verhaltensänderung zur Folge haben. Das Team der Gesundheitsakademie Schmidbauer unterstützt Sie dabei durch ein ganzheitliches Therapiekonzept und langjährige Erfahrung bei der Behandlung von Erschöpfungszuständen und Burnout.

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Datum: Mittwoch, 18. April 2012 11:46
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