Wie lässt sich Alkoholsucht frühzeitig erkennen und auf welche Symptome muß man achten?

Alkohol wirkt sich bereits kurz nach dem Konsum auf den Körper aus. Zu hoher Alkoholkonsum über längere Zeit kann Schäden hervorrufen, die erst nach Monaten oder Jahren erkennbar werden und meist in der Alkoholsucht enden.

Bei den gesundheitlichen Auswirkungen unterscheidet man hauptsächlich zwischen folgenden Bereichen:

  • körperliche und psychische Symptome unmittelbar nach dem Konsum
    Dazu gehört die Erweiterung der Blutgefäße, diverse Koordinations- und Bewegungsstörungen, usw.

  • direkte körperliche und psychische Folgen einer Alkoholsucht
    Appetitlosigkeit (oft im Zusammenhang mit Gewichtsabnahme) aber auch Entzugserscheinungen, die häufig mit Übelkeit sowie körperlicher Unruhe und Zittern, Schwitzen oder Verdauungsbeschwerden einhergehen.

  • die Folgeschäden des Konsums
    In größeren Mengen konsumiert, wirkt Alkohol als Zellgift und schädigt praktisch alle Organsysteme des Körpers! Regelmäßiger Alkoholkonsum erhöht das Risiko für viele verschiedene Krankheiten um ein Vielfaches. Hierzu zählen neben einer dauerhaften Schädigung der Leber (Leberzirrhose), Schädigungen der Nervenbahnen (Polyneuropathien) sowie Erkrankungen des oberen Verdauungstraktes, vor allem auch Persönlichkeits- und Hirnleistungsstörungen (organisches Psychosyndrom – durch den Abbau von Gehirnsubstanz kommt es zu Störungen der Gedächtnisleistung, der Feinmotorik sowie der Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit).

Zu den sozialen Folgen gehören oft Schwierigkeiten in der Familie und Probleme am Arbeitsplatz, Verlust von Freunden und Bekannten, Führerscheinentzug oder sonstige Konflikte mit dem Gesetz. Alkoholsucht führt in vielen Fällen auch zum sozialen Abstieg und verursacht somit enorme gesellschaftliche Folgekosten für den Betroffenen.

Obwohl sich die individuellen Formen der Alkoholerkrankung oftmals sehr unterscheiden, gilt folgender Verlauf als typisch:

Zunächst wird immer häufiger getrunken, um Probleme zu bewältigen oder auch bestimmte Situationen besser für einen erträglich zu machen. Täglicher Alkoholkonsum kann die Folge sein.

In einer nächsten Stufe wird Alkohol immer wichtiger für den Betroffenen, die Gedanken kreisen fast nur noch um das Thema “Trinken” und darum, sich Alkohol zu beschaffen. Die eigenen Trinkgewohnheiten werden dabei vor Freunden, Familie und Kollegen verheimlicht.

Dazu kommt ein fortschreitender Kontrollverlust, der zwanghafte Griff zur Flasche, egal zu welcher Tageszeit. Etwaige Pflichten, Interessen und soziale Kontakte werden zu Gunsten des Alkoholkonsums vernachlässigt.

Schließlich beherrscht die Sucht vollständig den alltäglichen Tagesablauf und das Verhalten des Betroffenen.

Alkoholsüchtige beginnen meist schon nach dem Aufstehen mit dem ersten alkoholischen Getränk, sind oft tagelang betrunken und können selbst einfache Dinge ohne Alkohol im Blut nicht mehr erledigen. Geistige Fähigkeiten wie Kritik- und Urteilsfähigkeit lassen stark nach. Körperliche Symptome und Schäden sind jetzt unübersehbar. In vielen Fällen erfolgt spätestens dann ein rascher sozialer Abstieg.

Der erste Beginn des Genusses alkoholischer Getränke ist beim Süchtigen immer sozial motiviert. Im Gegensatz zum durchschnittlich sozialen Trinker empfindet der spätere Alkoholiker jedoch bald eine befriedigende Erleichterung im Trinken. In diesem Fall ist die Erleichterung stark gekennzeichnet, weil entweder seine Spannungen viel größer sind als bei anderen oder er hat nicht – wie andere – gelernt, seine Spannungen in der Hand zu behalten.

Anfänglich schreibt der Trinker seine Erleichterung eher der Situation als dem Trinken zu, zum Beispiel der lustigen Gesellschaft, dem Fest usw., daher sucht er Gelegenheiten, in denen beiläufig getrunken wird. Der so Trinkende erfährt somit nur eine gelegentliche Erleichterung, aber im laufe eines halben Jahres bis zu zwei Jahren fällt seine Toleranz für seelische Belastungen in einem solchen Maße ab, daß er praktisch täglich Zuflucht zu alkoholischen Getränken nimmt.

Da es noch nicht zu offener Trunkenheit kommt, erscheint sein Trinken weder seinen Freunden oder Angehörigen noch ihm selbst verdächtig. Nach einer gewissen Zeit kann eine Erhöhung der Alkoholtoleranz festgestellt werden. Das heißt, der Trinker braucht eine größere Menge Alkohol als früher um die gewünschte Beruhigung zu erreichen.

Diese Trinkmethode dauert je nach Umständen einige Monate oder zwei Jahre. Sie geht vom Stadium des gelegentlichen zum dauernden Erleichterungstrinken über. Für die gleiche Wirkung wird immer mehr “Stoff” benötigt.

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Datum: Dienstag, 15. Oktober 2013 20:02
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