Was Kinder von Alkoholikern wissen sollten

Heute wollen wir Ihnen die Augen öffnen, wenn Ihre Kinder nachfragen und Sie Ihnen erklären wollen was schief gelaufen ist, in Ihrem Leben.

  • Das Risiko von Alkoholismus und anderen Suchterkrankungen ist bei Kindern von Alkoholikern erwiesenermaßen größer als bei Kindern von nicht entsprechend vorbelasteten Eltern.
  • Bei Kindern von Alkoholikern ist die Wahrscheinlichkeit, alkoholanhängig zu werden, zwei- bis viermal größer als bei Kindern von Nichtalkoholikern.
  • Kinder von Alkoholiker haben auch ein erhöhtes Risiko, andere Drogen zu konsumieren, speziell in der späten Adoleszenz.
  • Dabei spielen körperliche und umweltbedingte Faktoren (Erziehung) eine entscheidende Rolle.
  • Alkoholismus zieht die gesamte Familie in Mitleidenschaft.
  • Ein großer Prozentsatz der Fälle von Kindesmisshandlung und von sexuellem Missbrauch steht in Zusammenhang mit dem Alkoholismus der Eltern.
  • Kinder von Alkoholikern erzielen bei Tests zur Messung verbaler Fähigkeiten niedrigere Ergebnisse.
  • Weil Kinder von Alkoholikern andere Lebenserfahrungen haben, weisen sie mehr Symptome von Depressionen und Angst auf als Kinder von Nichtalkoholikern.
  • Kleine Kinder alkoholkranker Eltern zeigen gehäuft Symptome von Depression und Angst wie Weinen, Bettnässen, Mangel an Freunden, Angst vor Schulbesuch und Alpträume.
  • Größere Kinder ziehen sich oft in ihr Zimmer zurück, bauen keine Beziehungen zu anderen Kindern auf und geben an, sie hätten „niemanden, mit dem sie reden können“.
  • Jugendliche können depressive Symptome aufweisen. Sie fallen zum Beispiel durch ihren Perfektionismus und ihren Geiz auf. Manche sondern sich von den anderen ab und wirken äußerst befangen, andere entwickeln Phobien.
  • Kinder von Alkoholkranken haben größere Schwierigkeiten mit dem abstrakten und konzeptionellen Denken.
  • Kinder von Alkoholikern haben daher häufig Schulschwierigkeiten.
  • Allerdings wurden bei Kindern von Alkoholikern bisher keine erhöhte Anfälligkeit für Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsströrungen, Störungen des Sozialverhaltens oder Kriminalität nachgewiesen.

Wenn also der Alkoholabhängige mit seinem Problem konfrontiert wird, wenn die Familienrituale oder -tratitonen (gemeinsame Urlaube, Mahlzeiten und andere verbindende Erfahrungen) bewusst gepflegt werden und es im Leben der Kinder verlässliche andere Bezugspersonen gibt, kann es gelingen, Kinder vor Schäden zu bewahren, die mit dem Heranwachsen in einer Alkoholikerfamilie einhergehen können.
Wir hoffen wir konnten Ihnen die Augen öffnen das es nie zu spät ist mit dem trinken aufzuhören. Denken Sie auch an Ihre Kinder, was Sie Ihren Kindern mit Ihrem Alkoholproblem antun.

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Datum: Dienstag, 21. September 2010 11:51
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