Stufen der Sucht, Teil I

Egal ob es um Drogen oder Alkohol geht, nur in den seltensten Fällen wird jemand über Nacht süchtig. Vielmehr ist die Sucht eher eine schleichende Entwicklung. Der Weg in die Sucht kann entlang eines Stufenmodells beschrieben werden, wobei die einzelnen Stadien symptomatisch fließend ineinander übergehen. Teil I der Serie „Stufen der Sucht“ befasst sich mit dem euphorischen Anfangsstadium. Ähnlich dem Empfinden von frisch Verliebten ist dies die rosige, sonnige Zeit, in der das Suchtmittel fast ausschließlich positiv erlebt und gesehen wird. Der Alkohol oder die Droge hat die gewünschte Wirkung (je nach Substanz): Der Konsument fühlt sich erleichtert, beschwingt, beruhigt, getröstet oder gestärkt. Das Leben wird schöner, bunter oder leichter; Gefahren, die mit dem Konsum einhergehen, werden entweder nicht wahrgenommen oder verleugnet.

Auch bezüglich des sozialen Umfeldes überwiegen die positiven Seiten des Alkohol- oder Drogenkonsums: Es werden neue Bekanntschaften geschlossen, man gehört dazu, genießt die Zugehörigkeit zum „Stammtisch“ oder zur „Szene“… Alkohol oder Drogen sind in dieser Phase Schmier- und Bindemittel im sozialen Umgang. Das euphorische Anfangsstadium ist deshalb tückisch und gefährlich: Auch wenn weder der Konsument noch das Umfeld an ein Alkohol- oder Drogenproblem denkt, wird in diesem Stadium das Fundament für eine Abhängigkeit gelegt.

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Datum: Dienstag, 4. Mai 2010 1:12
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