Stress und Alkohol – Teufelskreis mit Sucht-Potential

Stress gehört zu den “Plagen” unserer Zeit, aus der sich vielfältige gesundheitliche Risiken ergeben – Alkoholmissbrauch ist hier eine wichtige Facette. Menschen, die dauerhaft unter negativen Stressfaktoren leiden – etwa durch Schichtarbeit, regelmäßige Überstunden, ein sehr hohes Verantwortungsprofil oder zwischenmenschliche Probleme – versuchen oft, sich durch den Genuss alkoholischer Getränke zu entspannen. Im ungünstigsten Fall droht allerdings der schleichende Einstieg in die Alkoholsucht.

Heute fehlt oft das physische Ventil für Stress

Stress ist im Kern eine Anpassungsreaktion unseres Körpers, der sich durch die Ausschüttung von Stresshormonen auf maximale Leistung programmiert und zusätzliche Energiereserven mobilisiert. Evolutionsbiologisch dient Stress vor allem der physischen Bewältigung akuter Gefahrensituationen durch klassische Reaktionen wie “Flucht” oder auch “Kampf”.
Bei anhaltenden Spannungssituationen im Beruf oder im zwischenmenschlichen Bereich fehlt heute jedoch in der Regel dieses physische Ventil – der Körper befindet sich dadurch bei Stress in ständiger Alarmbereitschaft und reagiert irgendwann mit hohem Blutdruck, Schlafstörungen, Fehlfunktionen des Immunsystems und Leistungsabfall. Auf lange Sicht drohen ernsthafte Erkrankungen oder auch der sogenannte “Burnout”.

Passive Stressbewältigung durch Alkohol – Sucht-Potential ist garantiert

Wer unter Stress zur Flasche greift, macht sich zum Stressabbau die “dämpfende” Wirkung des Alkohols zunutze. Alkohol bewirkt eine Veränderung der Stimmung sowie die Senkung psychomotorischer Aktivitäten – der Trinkende erlebt diesen Zustand als Befreiung von Angst, Anspannung oder Ärger. Die alkoholinduzierte Entspannung hält allerdings nur circa zwei Stunden vor, danach bewirkt der Alkohol selbst eine erneute Spannungsphase. Weiterer Alkoholkonsum zum Spannungsabbau eröffnet hier langfristig einen Teufelskreis.
Außerdem führt Alkoholkonsum in Stress-Situationen zu weiterem Stress: US-amerikanische Forscher wiesen nach, dass alkoholische Getränke zwar die Freisetzung von Stresshormonen reduzieren, stressbedingte Anspannungszustände jedoch verlängern. Da unter Stress die angenehmen Seiten des Alkohols weniger ausgeprägt zum Tragen kommen, wächst gleichzeitig oft das Trink-Verlangen.

Ideal zur Stressbewältigung sind dagegen Strategien, die frühzeitig auf körperliche Bewegung, Entspannungstechniken, mentales und emotionales Training sowie eine insgesamt gesundheitsfördernde Lebensweise setzen. Als professionelle Ansprechpartner stehen allen nachhaltig Gestressten – und vor allen jenen, die den Teufelskreis aus Stress und Alkoholmissbrauch bereits aus eigener Erfahrung kennen – die Experten der Gesundheitsakademie Schmidbauer zur Verfügung.

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Datum: Mittwoch, 7. März 2012 10:38
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