Silvester ohne Alkohol feiern

Zum Jahresende häufen sich die Anlässe und Aufforderungen, Alkohol zu trinken, und dies oft in übermäßigen Mengen. Und am nächsten Morgen folgt die Quittung. Denn der Alkoholabbau braucht Zeit. Ist er einmal im Blut, verringert sich der Blutalkoholwert durchschnittlich nur um 0,1 bis 0,15 Promille pro Stunde, und das kann dauern.

Wer auf Nummer sicher gehen will, hat – nüchtern betrachtet – nur drei Möglichkeiten: einen maßvollen Konsum oder gar kein Alkohol oder die Leidensfähigkeit und Geduld im Nachhinein, wenn er zu viel getrunken hat. Auch bei Bier- und Weintrinker/innen machen attraktive, alkoholfreie Getränke Lust, das Glas Wein, Sekt oder Bier dafür stehen zu lassen. Ein hübsch dekorierter Cocktail, eine leckere Bowle oder auch ein erlesener Saft schaffen einen schönen Rahmen für das Weihnachtsessen, das “Prost” an Silvester und jedes festliche Zusammensein ohne Alkohol.

Wer zur frostigen Jahreszeit warme Getränke bevorzugt und etwas ohne Alkohol trinken möchte, während die anderen Glühwein oder Feuerzangenbowle trinken, kann sich durch eine ganze Palette alkoholfreien Punsch trinken. Auch selber machen ist kinderleicht. Doch auch hier gilt wie bei Glühwein: auf keinen Fall kochen!

Eine Kehrseite der ausgelassenen Feiern zum Jahresende: Viele Leute trinken in der Silvesternacht über ihr Limit und unterschätzen dabei die Wirkung des konsumierten Alkohols. Neben Unfällen und Brandverletzungen zählen deshalb Alkoholvergiftungen zu den häufigsten Gründen für eine Einlieferung in ein Krankenhaus in der Nacht zum ersten Januar.

In einem Krankenhausbett aufzuwachen, in Windeln gepackt und ohne Erinnerung an die Partynacht – das ist nicht nur peinlich, sondern bedeutet auch, dass man seinen Körper einem erheblichen gesundheitlichen Risiko ausgesetzt hat. Denn durch zu viel Alkohol im Blut können lebenswichtige Körperfunktionen beeinträchtigt werden. Zum Beispiel die Funktionsweise des Hirnstamms, eine Hirnregion, die unter anderem die Atmung und den Herzschlag steuert. Puls und Atmung können so schwach werden, dass man das Bewusstsein verliert.

Eine geringe Menge Spirituosen reicht aus, um schnell viel reinen Alkohol aufzunehmen und dann auch schnell eine hohe Blutalkoholkonzentration zu erreichen. Bei Mixgetränken wird der Geschmack des Alkohols süß überlagert. Manchmal schmeckt man den Alkohol gar nicht, seine Wirkung verliert er dadurch natürlich nicht.

Besonders gefährlich kann es werden, wenn der Alkohol innerhalb so kurzer Zeit getrunken wird, dass körperliche Warnsignale (Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit) noch nicht einsetzen und der Alkoholpegel sozusagen „ungebremst“ auf einen hohen Wert ansteigt.

Bei einem Trinkspiel geht der Überblick über den konsumierten Alkohol besonders schnell verloren, denn die Regeln bzw. der Verlauf des Spiels bestimmen darüber, wann und wie viel Alkohol getrunken wird. Wer mittendrin aussteigen oder eine Runde aussetzen möchte, „verstößt“ gegen die Spielregeln. Besser und einfacher ist es, gar nicht erst mitzumachen.

Es gibt genügend Alternativen, um Spaß zu haben – auch ohne Trinkspiele & Co.

Haben Sie noch weitere Fragen zu diesem Thema? Wenden Sie sich an die Gesundheitsakademie Schmidbauer.

Be Sociable, Share!

Autor:
Datum: Samstag, 26. Dezember 2015 12:03
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: Alkoholsucht

Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Diesen Artikel kommentieren.
Pingen ist momentan nicht möglich.

Kommentar abgeben