Schlechter Schlaf mit Alkohol

Ein Bier, ein Rotwein oder ein Cognac am späten Abend oder auch kurz vor dem Schlafengehen – für viele Menschen ist dies fast ein Alltagsritual, von dem sie sich Entspannung und einen guten Schlaf versprechen. Am nächsten Morgen macht sich der “Genuss im Alltag” jedoch auch bei kleinen Mengen Alkohol oft deutlich weniger angenehm mit Kopfschmerzen und Müdigkeit bemerkbar.

Bereits 0,6 Gramm Alkohol pro Kilogramm Körpergewicht beeinflussen den Schlafrhythmus negativ, dieses Limit wird beispielsweise mit einer halben Flasche Wein erreicht. Empfindliche Personen reagieren unter Umständen auch schon auf eine kleinere Dosis mit Beschwerden.

Schlafstörungen und fehlende Erholung

Wer abends trinkt, schläft zwar scheinbar tief und traumlos, tatsächlich eliminiert der Alkohol jedoch die Tiefschlafphasen in der ersten Hälfte der Nacht. Unser Körper kann sich so im Schlaf nicht umfassend regenerieren. Da die Alkoholwirkung auch die Träume unterbindet, verlieren wir außerdem einen wichtigen Faktor für unsere psychische Erholung. Nach dem abendlichen Drink schlafen wir zwar schneller ein, schlafen jedoch oft “flach” und unruhig – morgens sind wir dadurch “wie gerädert”. Viele Menschen haben nach dem Konsum von Alkohol auch Schwierigkeiten, durchzuschlafen.

Wer öfter abends trinkt, muss damit rechnen, dass sein Schlaf dauerhaft gestört ist. Typisch sind starkes Schwitzen, Durchschlafstörungen mit häufigem Erwachen, Mundtrockenheit und Kopfschmerzen am Morgen. Auf lange Sicht werden diese Reaktionen auch schon durch einen oder wenige regelmäßig konsumierte abendliche Drinks erzeugt. Wird der Schlummertrunk auf Dauer weggelassen, zeigt die darauf oft folgende länger anhaltende Schlaflosigkeit unter anderem, wie stark sich der Körper bereits an den Suchtstoff Alkohol gewöhnt hat.

Potentiell gefährlich: Schlaf-Apnoe und Alkohol

Schnarcher werden durch den abendlichen Drink außerdem zu einem beträchtlichen Stör-Faktor für ihren Partner, da Alkohol zu einer zusätzlichen Muskelerschlaffung führt und so die nächtlichen Geräusche noch verstärkt. Bei Menschen, die bereits an einer Schlaf-Apnoe – einer krankhaften Schlafstörung mit Atemaussetzern und starkem Schnarchen – kann abendlicher Alkoholkonsum den Schweregrad der Krankheit drastisch steigern.

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Datum: Montag, 28. Januar 2013 11:47
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