“klar ist cool” in Dinslaken – jetzt auch mit Präventionsbus

Aktuelle Studien zeigen immer wieder, dass eine wirksame Prävention von Alkoholmissbrauch so früh wie möglich starten muss. Diese Erkenntnis wird nicht zuletzt von zahlreichen Kommunen aufgegriffen und in maßgeschneiderte regionale Präventions-Konzepte umgesetzt. Neben der Debatte um kommunale Alkoholverbote als Teil der Präventivstruktur geht es hier vor allem um Aufklärungskampagnen, die sich an den Lebenswelten junger Menschen orientieren.

Die nordrheinwestfälischen Stadt Dinslaken rief hierfür bereits seit 2009 den “Runden Tisch Kommunale Jugendalkoholprävention” ins Leben, der die verschiedenen Präventions-Ansätze bündelt und mit seinem Projekt “klar ist cool” in Schulen sowie im öffentlichen Raum präsent ist.

Kampagnenbus mit coolen Werbebildern

Ganz aktuell im “klar ist cool”-Portfolio und erst seit dieser Woche aktiv im Einsatz ist ein Schulbus der regionalen Verkehrsgemeinschaft NIAG, der vom Dinslakener Grafik-Künstler Jens Müller mit coolen Werbebotschaften zum Präventionsbus umgestaltet wurde. Der Kampagnenbus soll die Jugendlichen künftig bereits auf dem Schulweg für die Gefahren übermäßigen Alkoholkonsums sensibilisieren soll. Angestoßen wurde auf den Erfolg des Busses natürlich nicht mit Sekt, sondern mit klarem Wasser.

Dinslakener wünschen sich regionale Ausweitung ihrer Präventions-Kultur

Dem Dinslakener “Runden Tisch Kommunale Jugendalkoholprävention” gehören zahlreiche lokale Verbände, Politiker sowie ehrenamtliche Mitarbeiter an. Auch die Drogenberatung des Diakonischen Werkes ist dabei aktiv. Dessen Sprecherin Martina Paduch erklärte anlässlich der Präsentation des neuen Busses, dass es nicht um das “Verteufeln” alkoholischer Getränke gehe, sondern darum, bei den Jugendlichen einen verantwortungsvollen Umgang mit dem potentiellen Suchtstoff zu erreichen. Bürgermeister Dr. Michael Heidinger hob hervor, dass die Aktion “klar ist cool” ein klares Zeichen für die Übernahme von Verantwortung in der Gesellschaft durch viele Menschen setze. Ebenso wie Kreisdirektor Ralf Berensmeier wünscht er sich, dass die Präventions-Kultur in Dinslaken auch von weiteren Kommunen der Region übernommen und mitgetragen wird.

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Datum: Dienstag, 9. April 2013 11:59
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