Hilfreiche Informationen zu Alkoholkonsum

Informationen zum Thema Alkoholkonsum in Schwangerschaft und Sport:

Alkohol in der Schwangerschaft

Alkoholkonsum in der Frühschwangerschaft kann den Fötus schädigen (embryofetales Alkoholsyndrom). So hat Alkohol zahlreiche negative Wirkungen auf Frauen in der Schwangerschaft und auf das ungeborene Kind. Die Wahrscheinlichkeit für Fehlgeburten steigt.

Die Gesundheitsschäden reichen von einer Reduzierung der Körpergröße und des Gewichts, Schädelfehlbildungen (Mikrognathie), zu kleinen Augäpfeln (Mikrophthalmie), Fehlbildungen der Gliedmaßen, Gelenkschäden, geringer Kopfgröße (Mikrozephalie), bis hin zu Fehlbildungen der Nieren, Harnwege und Blutgefäße. Bis zu 45 % der Kinder von Alkoholikern weisen solche Schäden und Behinderungen auf. Besonders problematisch ist, dass diese nach der Geburt weiterbestehen und die Nachkommen ein Leben lang darunter leiden müssen.

Das Risiko für Kinder, mit Untergewicht geboren zu werden, ist bei einem Alkoholkonsum der Eltern von mindestens 100 g Alkohol pro Tag doppelt so hoch wie bei einer konsumierten Alkoholmenge von 50 g. Die Ursachen dieser Schäden sind höchstwahrscheinlich die giftige Alkoholwirkung an sich, aber auch die durch Alkohol ausgelöste Nährstoffunterversorgung oder die schädlichen Effekte des Alkoholabbauproduktes Acetaldehyd.

Vorsicht gilt schon bei der Aufnahme von sehr geringen Alkoholmengen, die ausreichen, das Nervensystem eines Ungeborenen zu schädigen.

Viele Störungen werden dabei erst in den späteren Lebensjahren sichtbar, so beispielsweise Störungen des Lern- und Sozialverhaltens. Weiterhin können Bewegungs- und Koordinationsstörungen und auch Verzögerungen bei der allgemeinen Entwicklung auftreten.

Die Empfehlung lautet deshalb ganz eindeutig, dass in der Schwangerschaft kein Alkohol getrunken werden darf. Alkohol ist auch in der Stillzeit absolut tabu, da er in die Muttermilch übertreten kann. Dies verändert nicht nur Geruch und Geschmack der Muttermilch, sondern führt auch zu Verhaltensänderungen der Säuglinge.

 

Alkohol während des Sports

Der Genuss von Alkohol wirkt sich negativ auf die mentale und sportliche Fitness aus. Die Funktionen des zentralen Nervensystems werden gehemmt und die Koordinationsfähigkeit verschlechtert. Nicht nur die Leistungsfähigkeit durch eine geminderte Energiebereitstellung wird eingeschränkt, sondern auch die Regeneration nach dem Training.

Außerdem kommt es zu einer vermehrten Wasserausscheidung über die Nieren und folglich zu einer Austrocknung (Dehydratation), welche die Leistungsfähigkeit sehr stark vermindert.

Gerade Wintersportler sollten Alkoholkonsum während des Sports tunlichst vermeiden, weil er die Wärmeabgabe über die Haut durch eine gesteigerte Durchblutung erhöht und so eine Unterkühlung (Hypothermie) fördern kann.

Hochprozentige Spirituosen wie Obstler und Kräuterschnaps wärmen nicht von innen, das ist lediglich ein kurzzeitiges Empfinden des Konsumenten. Sie erweitern die Blutgefäße und so wird Wärme abgestrahlt. Es kann durch verminderte Reaktionsfähigkeiten nach Alkoholkonsum und eine kältebedingte Muskelverhärtung zu drastischen Verletzungen wie Zerrungen, Verstauchungen und Muskelfaserrissen kommen.

Da Alkohol wenig Vitamine und Mineralstoffe enthält, ist er nicht als Durstlöscher nach dem Sport geeignet. Besser sind Fruchtsaftschorlen, die Natrium und Kalium enthalten.

Alkohol entzieht dem Körper wichtige Mineralien wie Magnesium. Diese Depots müssen nach dem Alkoholkonsum dringend wieder aufgefüllt werden, um Körperfunktionen wie die Muskel- und Herztätigkeit nicht negativ zu beeinträchtigen.

 

 

 

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Datum: Dienstag, 23. Juli 2013 9:00
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