Fachwissen über Alkohol Teil 3

Die Alkoholwirkungen auf den Organismus sind vielfältig. Mit steigender Alkoholmenge, die aufgenommen wurde, verschlimmern sich die Auswirkungen auf die Organe. Schlimmstenfalls kann es zur Bewusstlosigkeit, zum Atemstillstand und letztendlich zum Tod kommen.

Alkoholaufnahme und Alkoholabbau im Körper – wie geht dies vor sich?

Der getrunkene Alkohol wird hauptsächlich über die Dünndarmschleimhaut aufgenommen. Die Aufnahmegeschwindigkeit hängt dabei zum Beispiel von der Temperatur des Getränks, der Körpertemperatur und der Zusammensetzung der gleichzeitig aufgenommenen Mahlzeiten ab. So können beispielsweise fettreiche Speisen und kalte Alkoholika die Alkoholaufnahme verzögern, während ein hoher Zuckergehalt, warme Alkoholika wie Glühwein und Kohlensäure (zum Beispiel im Schaumwein) diese beschleunigen.

Anschließend gelangt der Alkohol in den Blutkreislauf. Nach ungefähr 45 – 75 Minuten wird das Maximum der Blutalkoholkonzentration gemessen in Promille erreicht. Frauen vertragen in der Regel weniger Alkohol als Männer und erreichen bei gleichem Alkoholkonsum ein höheres Maximum der Blutalkoholkonzentration.

Dafür gibt es zweierlei Begründungen:

1.) haben Frauen im Verhältnis zum Gesamtgewicht mehr Körperfett als Körperwasser im Vergleich zum Mann. Da Alkohol besser wasserlöslich als fettlöslich ist, findet sich nach dem Konsum von der gleichen Menge, bei Frauen eine höhere Alkohol“konzentration“ im Blut als bei einem gleichgewichtigen Mann.

2.) Die Konzentration des alkoholabbauenden Enzyms ADH bei Frauen ist weit geringer.

Was macht Alkohol im und mit dem Körper?

Verstoffwechselt wird der Alkohol überwiegend in der Leber, obwohl bis zu 10 % über Atemluft, Schweiß und Urin unverändert ausgeschieden werden. Daneben wird auch in den Schleimhäuten des Magens und Dünndarms Alkohol abgebaut.

In der Leber wird Alkohol durch das Enzym Alkoholdehydrogenase (ADH) zu Acetaldehyd abgebaut, welches für den Organismus sehr giftig ist und unter anderem auch für Leberschädigungen verantwortlich gemacht wird. Anschließend wird Acetaldehyd durch das Enzym Aldehyddehydrogenase (ALDH) in Essigsäure (Acetat) umgewandelt. Diese wiederum wird durch eine Vielzahl von weiteren Schritten zu Wasser und Kohlenstoffdioxid abgebaut und ausgeschieden.

Geringe Alkoholmengen reichen aus, um das Reaktions- und Orientierungsvermögen herabzusetzen. Gleichzeitig nimmt die Risikobereitschaft zu.

Man muss bei Alkoholgenuss ebenfalls bedenken, dass sich der Blutalkohol mit einer gewissen Verzögerung abbaut: Der Körper baut im Schnitt 0,1 Promille pro Stunde ab. Genauer baut er 0,1g Alkohol pro kg Körpergewicht ab.

Frauen produzieren weniger zum Abbau benötigte Dehydrogenase, und das Östrogen bremst den Alkoholabbau zusätzlich. Deshalb ist hier eigntlich ein noch niedrigerer Wert anzusetzen.

 

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Datum: Dienstag, 3. September 2013 9:15
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