Fachwissen über Alkohol Teil 2

Vom Alkoholgenuss ist es oft bei regelmäßigem Konsum nur ein kleiner Schritt zur Alkoholabhängigkeit

Trinkalkohol (Ethanol) hat eine Vielzahl von unterschiedlichen Wirkungen auf den menschlichen Organismus. Auf der einen Seite hilft er kurzfristig Anspannungen zu lösen, ein Wohlgefühl zu erzeugen und Sorgen zu vergessen. Die ist allerdings nur für eine sehr kurze Zeitspanne der Fall.

Auf der anderen Seite entfaltet er bei übermäßigem Konsum sein die Gesundheit zerstörendes Potenzial. Denn chronischer Alkoholgenuss kann zu schweren Organstörungen und -erkrankungen führen.

Fachwissen über Alkohol und seine Wirkung auf den menschlichen Organismus

Die Alkoholwirkungen auf den Organismus sind vielfältig. Mit steigender Alkoholmenge, die aufgenommen wurde, verschlimmern sich die Auswirkungen. Schlimmstenfalls kann es zur Bewusstlosigkeit, zum Atemstillstand und letztendlich zum Tod kommen.

Verschiedene Alkoholmengen zeigen unterschiedlich verheerende Wirkungen

• 0,2 – 0,5 Promille: Konzentrationsschwierigkeiten und erhöhte Risikobereitschaft

• ab 0,5 Promille: Gleichgewichtsstörungen, verlängerte Reaktionszeit, Hemmungen werden abgebaut

• ab 0,8 Promille: zunehmende Gleichgewichtsstörungen, eingeschränktes Blickfeld, Tunnelblick

• 1 – 2 Promille: Störung der Sprech- und Orientierungsfähigkeit, Reaktionsfähigkeit erheblich vermindert

• ab 2 – 3 Promille: Schmerzunempfindlichkeit, Bewusstlosigkeit kann eintreten, Gedächtnisverlust

• 4 Promille: Atemstillstand, Koma, Herz-Kreislauf-Versagen, Tod

Die aufgeführten Promillewerte mit den entsprechenden Wirkungen im Körper gelten nur für Erwachsene und sind je nach Körpergewicht und –größe, nach Geschlecht und Alter unterschiedlich. Entsprechende Wirkungen treten bei Jugendlichen sehr viel früher ein. Es kann bei Kleinkindern bereits eine Blutalkoholkonzentration von 0,5 Promille lebensgefährlich sein.

Besonders Jugendliche sind anfällig für die Alkoholwirkungen, da die Gehirnreifung bis zum 20. Lebensjahr andauert. Ihr Gehirn reagiert empfindlicher auf Alkohol und so können sich Denkvermögen, Empfindungen und Wahrnehmungsfähigkeit intensiver und schneller verändern.

 

Alkohol ist ein Risikofaktor für Übergewicht und Diabetes

Vergessen werden sollte nicht, dass Alkohol neben Nahrungsfett der Dickmacher Nr. 1 ist. So enthält 1 g Alkohol bereits 7 kcal an Energie; das ist doppelt so viel wie 1 g Eiweiß oder Kohlenhydrate. Die durch Alkohol aufgenommenen Kilokalorien fließen zusätzlich in die tägliche Energieaufnahme mit ein. Deswegen führt häufiger und maßloser Alkoholkonsum meist zu Übergewicht oder sogar zu Diabetes.

Alkoholverbrauch in Deutschland

Bereits im Jahre 1999 wurden in Deutschland pro Kopf 10,6 Liter reiner Alkohol konsumiert. Man kann davon ausgehen, dass sich dieser in den letzten zehn Jahren kontinuierlich gesteigert hat.

Diese Zahl wurde statistisch erhoben und bezieht alle Personen vom Kind bis zum Greis mit ein. Folglich muss es Personengruppen geben, die wesentlich größere Alkoholmengen zu sich nehmen.

Die Zahl der Alkoholiker in Deutschland wird auf rund 2,5 – 3 Millionen Menschen geschätzt.

Durchschnittlich nimmt jeder Bundesbürger zirka 23 g Alkohol pro Tag zu sich, wobei die tatsächlich aufgenommene Menge besonders bei Männern mittleren Alters wohl wesentlich höher ist.

Hauptsächlich wird in Deutschland Bier getrunken, gefolgt von Wein und Spirituosen. Im Jahr 2008 wurden geschätzt 9,9 Liter reiner Alkohol pro Kopf getrunken. In Form von alkoholischen Getränken sind das 141,2 Liter pro Kopf. Davon machen die nachfolgenden Getränke einen absoluten Anteil aus von:

• 111,1 Liter Bier

• 20,7 Liter Wein

• 5,5 Liter Spirituosen

• 3,9 Liter Schaumwein

 

Statistiken: Quelle deutscher Hausärzteverband e.V.

 

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Datum: Dienstag, 27. August 2013 9:15
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