Der Entzug eines Alkoholikers

Körperliche Abhängigkeit entsteht nur dann, wenn täglich über einen langen Zeitraum eine bestimmte Mindestmenge konsumiert wird. Die Substanz wird in das biochemische Gleichgewicht eingebaut (wie auch bei anderen Drogen). Es wird zunehmend mehr von dieser Substanz benötigt um die gleiche Wirkung zu erzielen. Wird der Konsum eingeschränkt gerät dieses biochemische Gleichgewicht in Unordnung. Zittern, Schweißausbrüche, Unruhe, Angst ,bis hin zu Halluzinationen sind die Entzugserscheinungen. Im Extremfall können diese Entzugserscheinungen tödlich sein. Beim Entzug ist das wichtigste den Betroffenen nicht als Schuldigen sondern als Opfer zu betrachten. Die körperliche Entgiftung ist bereits nach 10 Tagen abgeschlossen. Als chemische Mittel werden Benzodiazepinen und Clomethaziol gegeben. Letzteres hilft auch beim Kater. Diese Entzugsbehandlung ist nur ein Teil, der allein nur äußerst selten zu bleibender Stabilität führt.
Das was die Alkoholsucht so gefährlich macht ist die Einstellung der Umwelt. Zum einen, wird der Alkoholkonsum nicht als Drogenkonsum gesehen und im gesellschaftlichen Zusammenkommen gefördert. Zum zweiten, ist, sollte es bekannt werden, der Alkoholkranke schon zum Außenseiter abgestempelt und wird ausgegrenzt. Darum ist der zweite Teil des Entzugs viel komplexer und langwieriger.
Das klassische vier Stufenprogramm des Entzugs

  • Kontaktphase (Beratungsstelle)
  • Entgiftungsphase (Krankenhaus)
  • Entwöhnungsphase
  • Rehabilitation (Selbsthilfegruppen)

Die gefährlichste Stufe ist jene, in der der Patient aus der Entgiftungsphase entlassen wird. Der Betroffene fühlt sich äußerst wohl, hat keine Beschwerden mehr aber immer noch den Wunsch sich zu betrinken.
Abstinenz ist der einzige weg aus der Sucht, zum einen, weil der Körper sofort, wie oben beschrieben, den Alkohol ins Stoffwechselsystem aufnimmt, zum anderen, weil mit dem ersten Rausch wieder der seelische Drang gegeben ist.
Die Verbreitung und Konsum von Alkohol
Ein Viertel aller Deutschen trinkt täglich und 40 % mindestens einmal in der Woche. 37 % der Männer trinken täglich, hingegen nur 12 % der Frauen. Männer trinken insgesamt mehr und häufiger (im Vergleich zu Frauen 6-7 mal häufiger). 13 % der erwachsenen Österreicher trinken täglich mehr als 60 Gramm Alkohol (etwa vier Flaschen Bier oder ein Liter Wein). Hier sind Folgeschäden vorprogrammiert. Umgerechnet auf die Steiermark ergibt das über 100.000 Personen. 50.000 sind Abhängig. Die Deutschen trinken meistens Bier, gefolgt von Wein. Dabei ist die Art des Getränkes völlig unerheblich für den Alkoholismus.
(Quelle: Auszüge eines Referats / Autor unbekannt)

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Datum: Dienstag, 2. November 2010 12:10
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