BZgA: Warnung vor der versteckten Alkoholgefahr in Punsch und Glühwein

Die Vorweihnachtszeit und damit auch der Konsum von Punsch und Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt sind zwar für dieses Jahr vorbei, die Warnung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vor einem übermäßigen Konsum der teils recht hochprozentigen Heißgetränke ist aus unserer Sicht jedoch auch für den Jahreswechsel und den Rest des Winters zeitgemäß.

Als brisant werteten die Gesundheits-Profis vor allem den hohen Zuckergehalt von Punsch und Glühwein, der den Geschmack des Alkohols weitgehend überdecke. Gerade Jugendliche und junge Erwachsene könnten dadurch dazu verleitet werden, deutlich mehr zu trinken als sie eigentlich wollten und vertragen. Der Zucker transportiere den Alkohol außerdem schneller als bei anderen alkoholischen Getränken in die Blutbahn und sorge damit für eine verstärkte Wirkung.

Alkohol wirkt bei Jugendlichen schädlicher und schneller

BZgA-Chefin Elisabeth Pott fand – wie fast immer – auch zu diesem Thema persönlich Zeit, einige Worte an die Öffentlichkeit zu richten. Im Blick hatte sie dabei vor allem die Alkohol-Prävention bei jungen Menschen. Ihre Mahnung an alle jungen Konsumenten alkoholischer Getränke: Das Zellgift Alkohol wirke bei Jugendlichen schädlicher und schneller als im höheren Lebensalter. Da ihre körperliche Entwicklung noch nicht abgeschlossen sei, könnten auch geringe Mengen Alkohol für sie gesundheitsschädlich sein. Auch mit dem Blick auf die diversen winterlichen Events mahnte sie die konsequente Einhaltung der Jugendschutzgesetze an, nach denen Jugendliche unter 16 Jahren überhaupt keinen Alkohol erhalten dürfen, bis zur Altersgrenze von 18 Jahren bleibt die Abgabe von Spirituosen komplett verboten.

“Kenn dein Limit”-Peers – in den letzen Wochen auch im Weihnachtseinsatz

In den letzten Wochen waren die Peers der BZgA-Kampagne “Alkohol? Kenn dein Limit” bundesweit auf vielen Weihnachtsmärkten unterwegs. Bei den Peers handelt es sich um entsprechend geschulte junge Menschen, die auf der Straße und bei öffentlichen Events mit ihren Altersgenossen über einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol sowie dessen Wirkung und Gefahren diskutieren.

Die Kampagne wird von der BZgA bereits seit drei Jahren durchgeführt und hat unabhängigen Studien zufolge zu einem signifikanten Rückgang des Rausch-Trinkens bei Jugendlichen geführt. Finanziert wird sie maßgeblich durch die privaten Krankenkassen.

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Datum: Freitag, 28. Dezember 2012 10:00
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