Alkoholkonsum im Straßenverkehr – die Fakten

 

Der Abbau von Alkohol kann nicht beschleunigt werden

Egal, was man Ihnen rät: Weder schwitzen noch schlafen, Kaffee trinken oder frühstücken beschleunigen den Abbau von Alkohol im Körper. Zwar können viel Wasser, Bewegung an der frischen Luft und ein ausgiebiges Frühstück dazu beitragen, dass man sich wieder frischer fühlt, aber keine dieser Maßnahmen führt zu einem schnelleren Abbau von Alkohol. Bis man wieder richtig nüchtern und fahrtüchtig ist, hilft nur die Zeit.

Verlust des Führerscheins droht

Neben einem heftigen Kater kann zu viel Alkohol auch zum Verlust der Fahrerlaubnis führen. Denn wer sich nach einer feucht-fröhlichen Nacht morgens hinters Steuer setzt, hat oft noch viel mehr Alkohol im Blut als gedacht.

Bereits 0,5 Promille kosten vier Punkte in Flensburg, mindestens vier Wochen Führerscheinentzug und 500 Euro Bußgeld. Bereits dem der 0,3 Promille im Blut hat und unkoordiniert fährt, droht der Entzug des Führerscheins und eine Geldstrafe. Absolut fahruntüchtig gilt ein Autofahrer ab 1,1 Promille. Wer erwischt wird, ist seinen Führerschein für mindestens ein halbes Jahr los und bekommt obendrein eine saftige Geldstrafe aufgebrummt.

Der Alkoholpegel hängt von vielen Faktoren ab

Aber wann darf man nach einem feucht-fröhlichen Abend wieder hinters Steuer? Ohne einen genauen Promillerechner kann man das nur ungefähr sagen, denn wie viel Promille man am Ende des Abends im Blut hat, hängt nicht nur davon ab, wie viel Alkohol man getrunken hat. Unter anderem spielt auch eine Rolle, was man vorher gegessen hat und wie schwer und wie groß man ist. Zudem vertragen Frauen generell weniger Alkohol als Männer.

Für den Abbau des Alkohols gilt folgende Faustregel: Pro Stunde verringert sich der Alkoholgehalt im Blut um rund 0,1 g Alkohol. Das entspricht im Durchschnitt 0,1 Promille. Auf dieser Basis kann man ungefähr sagen, wann man sich wieder hinters Steuer setzen darf.

Wann Sie wieder fahren dürfen

Wie lange das dauern kann, zeigt folgendes Rechenbeispiel: Wenn ein 80 Kilo schwerer Mann zwischen 20 und 1 Uhr nachts fünf 0,5-Liter-Gläser Bier und zwei Schnäpse trinkt, hat er um 1 Uhr ungefähr 1,5 Promille Alkohol im Blut. Wenn man davon ausgeht, dass rund 0,1 Promille pro Stunde abgebaut werden, beträgt der Alkoholpegel um 8 Uhr morgens immer noch ungefähr 0,8 Promille. Wer sich damit hinter das Steuer setzt, riskiert mindestens einen Monat Fahrverbot. Wenn es zu einem Unfall kommt, ist der Führerschein sogar für sechs Monate weg.

Auf der sicheren Seite ist der Autofahrer in unserem Beispiel erst wieder ab ungefähr 14 Uhr. Dann ist der Alkoholgehalt um Blut unter 0,3 Promille gesunken.

Für Frauen gelten andere Regeln

Und hier ein Rechenbeispiel für Frauen: Wenn eine 55 Kilo schwere Frau zwischen 20 Uhr und 1 Uhr nachts drei 0,5-Liter-Gläser Bier und zwei Schnäpse trinkt, hat sie um 1 Uhr rund 1,7 Promille im Blut. Bei einem Alkoholabbau von 0,1 Promille pro Stunde sind es morgens um 8 Uhr noch ungefähr 1,0 Promille. Setzt die Frau sich jetzt hinters Steuer, droht ein Fahrverbot von mindestens einem Monat. Auf der sicheren Seite wäre sie erst nach 16 Uhr, wenn der Promillegehalt unter 0,3 gesunken ist.

Lieber das Auto stehen lassen

Und selbst wer am Morgen danach mit weniger als 0,3 Promille im Blut erwacht, ist nicht unbedingt fahrtüchtig. Denn zu viel Alkohol lässt uns schlechter schlafen und kann dazu führen, dass wir am nächsten Tag übermüdet sind. Die Folge sind deutlich verlangsamte Reaktionen, was beim Auto fahren zu kritischen Situationen führen kann. Wer also unbedingt feucht-fröhlich feiern will, sollte am nächsten Tag besser mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren.

Lieber auf erhöhten Alkoholkonsum verzichten

Zu Ihrem eigenen Besten und Ihrer Gesundheit zuliebe, lassen Sie sich nicht zu oft auf erhöhten Alkoholkonsum ein. Die Gefahr alkoholabhängig zu werden ist bei häufigem erhöhtem und bei regelmäßigem Konsum ein schleichender Prozess.

Quelle: lvb

 

 

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Datum: Donnerstag, 29. August 2013 9:15
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