Alkoholismus: Die Grenze zwischen Genuss und Sucht

Ein fließender Übergang – ein verbreitetes Problem bei Alkoholismus

Obwohl Alkoholismus ein verbreitetes Problem ist, so ist es doch nicht immer leicht zu erkennen: Einerseits, weil es vom Gelegenheits- bis zum Quartalstrinker viele Alkoholiker mit ganz unterschiedlichem Trinkverhalten gibt.

Und andererseits gehen nicht immer bei alkoholkranken Menschen körperliche und seelische Abhängigkeit miteinander einher.

Außerdem ist Alkoholkonsum in einem gewissen Rahmen gesellschaftlich sogar akzeptiert. Ein Glas nach Feierabend, eines in gemütlicher Runde mit Freunden, eines abends zum Entspannen – die Deutsche Bevölkerung trinkt viel und auch gerne im unmittelbaren Vergleich zu anderen europäischen Nachbarn.

Etwa 9,5 Millionen von ihnen deutlich mehr als die empfohlenen Mengen von maximal 12 Gramm Alkohol am Tag für Frauen und maximal 24 Gramm Alkohol am Tag für Männer. (Zum Vergleich: Ein Glas Bier mit 0,33 Liter entspricht etwa 13 Gramm Alkohol. Ein 0,2 Liter großes Glas Wein enthält ungefähr 16 Gramm Alkohol)

Unterstützung gibt es auch für Angehörige

Neben den Dingen, die es zu vermeiden gilt, kann man natürlich auch aktiv handeln – und sollte dabei erst einmal an sich selbst denken.
Angehörige können in Familienberatungsstellen, bei Therapeuten oder in Selbsthilfegruppen Unterstützung bekommen und so vermeiden, dass der Alkoholismus auch ihr Leben komplett mitbestimmt. Eine gute Idee ist es meist auch, den Hausarzt des Alkoholikers zu informieren. Eine neutrale Person kann oft den Ausschlag geben, damit der Betroffene sein Problem erkennt.

Konsequenz hilft weiter

Das wichtigste Stichwort im Umgang mit Alkoholikern ist aber Konsequenz. Ein/e Parner/in oder Angehörige/r sollte ganz deutlich sagen, wo die eigenen Grenzen liegen und was man tut, wenn diese überschritten werden – und dann auch so handeln – allerdings nicht im Streit und nicht mit Drohgebärden.

Ehrlichkeit und gute Kommunikation sind ausgesprochen wichtig

Man muss sowohl mit anderen Familienmitgliedern als auch mit engen Freunden offen über das Problem sprechen. Nicht zuletzt, damit alle an einem Strang ziehen und dem Betroffenen schneller geholfen werden kann.

Ein/e Parner/in oder Angehörige/r sollte ferner den Alkoholabhängigen möglichst vorwurfsfrei mit seinem Verhalten konfrontieren, über die Situationen sprechen und immer wieder auf Hilfsangebote und mögliche Wege aus der Sucht verweisen.

Wichtig ist, dass der Alkoholabhängige erkennt, dass man ihn nicht in seiner Sucht unterstützen wird, aber da ist, sobald er bereit ist, etwas zu ändern.

Haben Sie Probleme mit Ihrem Partner oder Angehörigen?

Wenden Sie sich bei Suchtproblemen und Fragen zum Thema “Alkoholismus” an die Gesundheitsakademie Schmidbauer. Wir helfen Ihnen bei voller Diskretion weiter.

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Datum: Donnerstag, 26. September 2013 9:00
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