Alkoholentzug und seine Symptome

Als Alkoholentzugssyndrom bezeichnet man eine typische Symptomkonstellation, die bei Vorliegen einer Alkoholsucht nach Unterbrechung der regelmässigen Alkoholzufuhr entsteht.

Zitternde Hände beispielsweise sind nur eines von möglichen Symptomen von Alkoholentzug. Es überfällt alkoholabhängige Menschen, die schlagartig das Trinken einstellen oder abrupt den Alkoholkonsum reduzieren. Durch den Alkoholentzug entstehen Veränderungen im Körper, die diese beunruhigenden Symptome verursachen können. Alkoholentzug kann auch lebensbedrohlich sein.

Entzugssymptome bei einer Alkholabhängigkeit können sich sowohl mit psychischen wie auch körperlichen Entzugssymptomen zeigen.
Entgegen der landläufigen Meinung ist dabei keinesfalls immer eine langjährige oder schwere Alkoholabhängigkeit erforderlich, da das Auftreten eines Entzugssyndrom stark von der individuellen Veranlagung (Disposition) und auch der verwendeten Substanz abhängig sein kann.

Es ist auch keinesfalls so, dass ein Entzugssyndrom erst dann auftritt, wenn überhaupt kein Alkohol mehr im Körper ist. Vielmehr kann durchaus auch schon früher (in extremen Fällen sogar bei einem Blutalkoholspiegel von 2 Promille) ein Entzugssyndrom auftreten, wenn ein entsprechende Gewöhnung bei dem Patienten bestand.

Alkohol und sein Einfluss auf den Stoffwechsel

Alkohol kann im Allgemeinen die Stimmung heben und so meint man, dass sich Sorgen in Luft auflösen. Er ist auch für seine entspannende und beruhigende Wirkung bekannt. Allerdings nimmt diese Wirkung mit der Zeit in dem Maße ab, in dem sich der Körper an den Alkohol gewöhnt.

Bei einigen Menschen rührt die Notwendigkeit des dauerhaften Alkoholgenusses vom Verlangen danach oder dem falschen Glauben her, dass der Alkohol ihre Probleme löst. Im Lauf der Zeit spiegelt diese erhöhte Toleranz gegenüber Alkohol den Wechsel im Gleichgewicht verschiedener Stoffe im Gehirn wieder. Wenn der Alkohol plötzlich entzogen wird, kann das Gehirn nicht mehr sofort die normale Balance zwischen Erregung und Hemmung wieder herstellen. Daraus entsteht dann das Entzugssyndrom.

Die Art und die Schwere der Symptome dieses Syndroms hängen im Allgemeinen davon ab, wie viel Alkohol eine Person konsumiert und wie lange sie schon davon abhängig ist. Auch die genetische Veranlagung spielt in diesem Zusammenhang eine Rolle.

Entzugserscheinungen können bereits wenige Stunden nach dem Absetzen des Alkohols auftreten. Dazu zählen Schlaflosigkeit, lebhafte Träume, leichte bis schwere Angstzustände, Stimmungsschwankungen, Erregung, Reizbarkeit, Zittern, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Schwitzen, Herzklopfen und die Tatsache, dass manchmal Dinge gehört werden, die nicht existieren (akustische Halluzinationen). Es kann auch sein, dass Sie leichtes Fieber, einen erhöhten Puls und einen erhöhten Blutdruck haben.

Manchmal gipfeln Alkoholentzugserscheinungen in Anfällen und im Alkoholdelirium oder beidem. Alkoholdelirien zeichnen sich durch deutlich erhöhte Blutdruckwerte und andere Anzeichen von Entzugserscheinungen aus, die von Desorientiertheit, Erregung und visuellen Halluzinationen begleitet werden.

Haben Sie weitere Fragen zu diesem Thema? Wenden Sie sich an die Gesundheitsakademie Schmidbauer.

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Datum: Samstag, 21. November 2015 10:30
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