Alkoholabhängigkeit und Depressionen

Medizinische Studien belegen, dass viele Alkoholabhängige gleichzeitig an Depressionen leiden. Unklar ist in solchen Fällen oft, mit welchem Leiden – Alkoholsucht oder Depression – die doppelte Erkrankung angefangen hat. Die Forschung beschäftigt sich schon länger mit dem Zusammenhang der beiden Leiden. Frühere Erklärungsmodelle gingen davon aus, dass sie ihre Wurzeln in ähnlichen genetischen Dispositionen haben. Sogenannte “Adoptionsstudien” stellen die Gültigkeit dieses Paradigmas jedoch zunehmend in Frage und weisen vielmehr auf einen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang von Alkoholabhängigkeit und Depressionen hin.

Alkohol – oft Selbstmedikation bei Depressionen

Für eine wirksame Therapie ist in diesem Kontext eine möglichst klare Diagnose wichtig. Depressive Symptome nach jahrelangem Alkoholmissbrauch – sogenannte sekundäre Depressionen – erfordern die vorrangige Behandlung der Alkoholsucht, eventuell in Kombination mit Antidepressiva. Bei einer Depression als Grunderkrankung muss sich die Therapie zunächst auf deren Heilung oder Linderung fokussieren, eine Lösung des Alkoholproblems ergibt sich dann oft bereits aus der Depressionsbehandlung.

An einer Depression erkrankte Menschen nutzen die euphorisierende Wirkung alkoholischer Getränke oft zu einer – teils unbewussten – Selbstmedikation. Gleichzeitig leiden sie oft an Überlastungssymptomen (Burnout) oder klinisch relevanten Ängsten – auch hier löst Alkohol temporär die innere Spannung auf, verschlimmert jedoch langfristig die Erkrankung. Ein Entzugsprogramm ist immer dann erforderlich, wenn ein depressiver Patient sich bereits so weit an seinen Alkoholmissbrauch gewöhnt hat, dass seine Alkoholabhängigkeit ein Faktum ist.

Frühzeitige Intervention ist wichtig

Fakt ist, die Kombination von Alkohol und Depressionen führt auf lange Sicht in einen Teufelskreis, aus dem sich die Erkrankten kaum selbst befreien können. Eine möglichst frühzeitige professionelle Intervention verringert dieses Risiko beträchtlich. Das Team der Gesundheitsakademie Schmidbauer hilft mit seiner mehr als zehnjährigen Expertise bei Alkoholabhängigkeit und Depressionen – in einem vertraulichen Beratungsgespräch klären wir vorab, übrigens auch telefonisch, Ihre persönliche Situation und Ihre Erwartungen an unser erfolgreiches und sensibles Therapiekonzept.

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Datum: Freitag, 4. Mai 2012 11:05
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