Alkoholabhängigkeit

Alkoholmissbrauch und Alkoholabhängigkeit unterscheiden sich

Kennzeichnend für Alkoholmissbrauch sind die alkoholbedingten körperlichen und psychischen Schäden. Bei Alkoholabhängigkeit kann der Alkoholiker seinen Konsum nicht mehr kontrollieren.

Empfehlungen und Hinweise der WHO (Weltgesundheitsorganisation):

Nach den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation wird zwischen Alkoholmissbrauch und Alkoholabhängigkeit unterschieden. Kennzeichnend für Alkoholmissbrauch ist der durch den Alkoholkonsum verursachte körperliche und psychische Gesundheitsschaden. Daraus resultieren oftmals soziale und berufliche Probleme, die meist zu einer Unterlassung der persönlichen und häuslichen Pflichten führen. Auch beim Auftreten von Problemen wird der Alkoholkonsum in den meisten Fällen fortgesetzt.

Im Gegensatz dazu wird Alkoholismus von der WHO wird folgt definiert: “Alkoholiker sind exzessive Trinker, deren Abhängigkeit vom Alkohol einen Grad erreicht hat, der deutlichste Störungen und Konflikte in ihrer körperlichen und seelischen Gesundheit, ihren mitmenschlichen Beziehungen, ihren sozialen und wirtschaftlichen Funktionen aufweisen oder Anzeichen einer solchen Entwicklung zeigen.”

Weiterhin liegt sowohl eine körperliche, als auch eine psychische Abhängigkeit vor.
Die körperliche Abhängigkeit ist charakterisiert durch eine ganze Reihe von auftretenden Krankheitsanzeichen bei Entzug, z.B. Zittern, Schwitzen, Übelkeit und Brechreiz.

Die psychische Abhängigkeit äußert sich im zwanghaften Drang, Alkohol zu trinken. Dieser Zwangszustand resultiert aus inneren Spannungen, Konflikten und Stresszuständen.

Weiterhin definiert die WHO Abhängigkeit als Syndrom (gleichzeitige Vorliegen mehrerer Krankheitsanzeichen) verschiedener Verhaltensweisen.

Dazu zählen:

• übermäßiger Drang nach Alkohol

• Entwicklung einer Toleranz mit ansteigenden Alkoholmengen

• Unfähigkeit, den Alkoholkonsum zu kontrollieren

• Auftreten von Entzugssymptomen

• Vernachlässigung von kulturellen, sozialen, beruflichen Interessen aufgrund des Alkoholkonsums

• Betreiben eines großen Zeitaufwandes für die Beschaffung von Alkohol

• fortgesetzter Alkoholkonsum trotz eindeutiger Anzeichen gesundheitlicher Schäden

 

Der Übergang von Alkoholmissbrauch zur -abhängigkeit ist oft fließend

Die Zahl der alkoholabhängigen Personen in Deutschland wird auf zweieinhalb bis drei Millionen geschätzt. Volkswirtschaftlich bedeutet dies einen großen finanziellen Schaden, da Folgekosten für Arbeitsausfälle und Krankenhausaufenthalte entstehen.

Sind Sie oder Angehörige betroffen oder in Gefahr?

Wenn Sie oder Angehörige von Ihnen sich zu diesem Thema sorgen, ist es wichtig, eine regelmäßige Überdenkung und Überprüfung des wöchentlichen Alkoholkonsums mit entsprechender Integrität sich selbst gegenüber durchzuführen bzw. den Angehörigen dazu anzuleiten. Nur so kann ein fließender Übergang vom regelmäßigen Trinken zum Alkoholismus rechtzeitig aufgedeckt und entsprechend Abhilfe geschaffen werden.

Hier finde Sie weitere Hilfe und fachkompetente Beratung.

 

 

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Datum: Freitag, 19. Juli 2013 14:59
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