Alkoholabhängigkeit rechtzeitig erkennen und abwenden

Alkoholabhängigkeit: Selber betroffen oder in Gefahr, ein Alkoholiker zu werden?

In Abhängigkeit von den Motiven und der Häufigkeit der Alkoholaufnahme werden verschiedene “Trinkertypen” bei Alkoholabhängigkeit klassifiziert.

  1. Alpha-Typ: Trinkt, um Konflikte zu bewältigen und auf diese Weise Erleichterung zu erfahren.
  2. Beta-Typ: Konsumiert Alkohol bevorzugt am Wochenende. Auch Gelegenheits- oder Wochenendtrinker genannt.
  3. Gamma-Typ: Bei diesen Personen liegt bereits körperliche und psychische Abhängigkeit vor. Es resultiert ein häufiger Kontrollverlust beim Trinken. Zudem besteht meist die Unfähigkeit, nur kleine Alkoholmengen zu trinken, ohne sich einem exzessiven Konsum hinzugeben.
  4. Delta-Typ: Sehr regelmäßiger Konsum und das Unvermögen, seinen Alkoholkonsum zu unterbrechen (Gewohnheitstrinker).
  5. Epsilon-Typ: Konsumiert in regelmäßigen Abständen (Quartalstrinker).

Hilfe bei Alkoholabhängigkeit

Falls der persönliche Alkoholkonsum ein kritisches Maß erreicht hat, ist es unabdingbar, sich professionelle Hilfe zu suchen. Dieser Schritt und das Sprechen über die persönliche Alkoholabhängigkeit fallen in der Regel nicht leicht. Wichtig ist aber, dass man in dieser schwierigen Situation integer sich selbst gegenüber ist und das bestehende Alkoholproblem weder verharmlost noch verdrängt.

In jedem Falle ist es sinnvoll, ausgebildete Experten zu konsultieren. In der Regel wird am Anfang der Gespräche über eine Alkoholabhängigkeit geklärt, aus welchen Beweggründen Alkohol getrunken wird. Ob zum Beispiel aus Gründen der Stressbewältigung, Ablenkung, sozialen Isolation, Versagensangst, Langeweile oder des Jobverlustes. Oftmals ist eines dieser Probleme der Grund für den Alkoholkonsum. In der Regel muss dieses Problem zuerst beispielsweise mit Hilfe einer Psychotherapie gelöst werden.

Ärzte

Erster Ansprechpartner sollte ein vertrauensvoller Hausarzt sein. Gespräche mit Angehörigen können zwar unterstützen, aber die professionelle Therapie nicht ersetzen. Falls Hemmungen bestehen, sich an seinen Hausarzt zu wenden, kann man auch spezialisierte Suchtmediziner im Bereich “Alkoholabhängigkeit” zu Rate ziehen. Weiterhin können Beratungsstellen wie Caritas und Suchberatungsstellen der Stadt oder Kommunen aufgesucht werden. Diese können auch von Menschen aufgesucht werden, bei denen das Alkoholproblem noch keine weitreichenden Schäden hinterlassen hat.

Familientherapie

Bei Alkoholproblemen ist die Einbeziehung der Familienangehörigen oder Freunde von Bedeutung, denn diese Beziehungen haben oft einen Einfluss auf das Problem und umgekehrt. Dies geschieht in der systemischen Therapie. Der Therapeut veranlasst die Auseinandersetzung mit den Konflikten und Gefühlsäußerungen. Der Patient kann so noch nicht beachtete Sichtweisen einnehmen.

Selbsthilfegruppen

Zur Unterstützung der Abstinenz gibt es viele Selbsthilfegruppen. Ein großes Problem bei Alkohol ist, dass es schnell zum Rückfall kommt. Besonders wenn man zum Beispiel nach einem Klinikaufenthalt wieder in das gleiche Umfeld gerät und keinerlei soziale Unterstützung bei der Abstinenz erfährt, sind Selbsthilfegruppen wie die Anonymen Alkoholiker hilfreich.

Das gezielte Trainingsprogramm

Wenn auch Sie das Gefühl haben, an der Grenz zu einer Alkoholsucht zu stehen, holen Sie sich umgehend professionelle Hilfe, damit Schlimmeres verhindert werden kann.
Wenden Sie sich bei Suchtproblemen an die Gesundheitsakademie Schmidbauer.

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Datum: Donnerstag, 10. Oktober 2013 8:30
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