Alkoholabhängigkeit – körperliche, psychische und soziale Anzeichen

Verwischte Grenzen der Alkoholabhängigkeit

Wo genau die Grenze zwischen Genuss und Alkoholabhängigkeit verläuft, ist selbst unter Experten umstritten. „Trotzdem gibt es eine Reihe von Hinweisen, an denen man Alkoholismus erkennen kann.

Es gibt körperliche, psychische und soziale Anzeichen, die je nach Dauer und Schwere der Abhängigkeit variierten.

Eines jedoch ist bei allen Menschen gleich: der Alkohol verändert – das bleibt gerade Angehörigen und engen Freunden auf Dauer nicht verborgen.

Anzeichen und Erkennungsmerkmale

Häufige körperliche Hinweise für Alkoholismus sind zum Beispiel starkes, häufiges Schwitzen ohne vorangegangene Anstrengung, leichte Entzugserscheinungen wie zittrige Hände, rötliche Augen, starker Alkoholgeruch in Schweiß und Atem, Magenbeschwerden.

Ein wichtiges Indiz ist außerdem die erhöhte Alkoholtoleranz, der Betroffene braucht immer größere Mengen, um seine Sucht zu befriedigen und kann langsam immer mehr vertragen ohne gleich betrunken zu erscheinen.
Psychische Hinweise können sein: Konzentrationsschwierigkeiten, Erinnerungslücken, erhöhte Reizbarkeit, häufige Aggressivität, Stimmungsschwankungen.

 

Kontrollverlust

Der Drang zu Trinken wird unkontrollierbar, selbst kleine Mengen Alkohol wecken die Gier nach Mehr. Negative Folgen des Trinkens ignorieren Alkoholabhängige konsequent.

Soziale Schwierigkeiten stellen sich unvermeidbar ein. So beispielsweise Konflikte am Arbeitsplatz, Probleme in der Partnerschaft oder im Freundeskreis, ebenso wie der Bedeutungsverlust von Interessen wie Hobbys oder einem sozialen Umfeld.

Typischerweise benutzt das Trinkverhalten bei Alkoholabhängigen außerdem von allen gesellschaftlichen Regeln als „Ausrede“: Getrunken wird auch ohne Anlass, unabhängig von der Tageszeit und auch alleine, zum „Entspannen“.

Das alles bedingt einen schleichenden sozialen Abstieg, der häufig zu finanziellen Schwierigkeiten, Beziehungsproblemen, dem Verlust des Führerscheins oder sogar des Arbeitsplatzes führt: der Alkohol nimmt den ersten Rang im Leben ein.

Hilfe aus der drohende oder chronischen Alkoholsucht

Wenn auch Sie das Gefühl haben, an der Grenz zu einer Alkoholsucht zu stehen, holen Sie sich umgehend professionelle Hilfe, damit Schlimmeres verhindert werden kann.
Wenden Sie sich bei Suchtproblemen an die Gesundheitsakademie Schmidbauer.

 

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Datum: Dienstag, 1. Oktober 2013 9:00
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