Alkohol und Straßenverkehr

Gesetzliche Regelungen und rechtliche Konsequenzen bei Alkoholkonsum

Gesetzliche Regelungen zum Umgang und Konsum von Alkohol finden sich hauptsächlich im Jugendschutzgesetz und Straßenverkehrsgesetz.

Das Jungendschutzgesetz

bestimmt unter anderem den Erwerb von Alkohol und Tabakwaren durch Jugendliche (14 – 17 Jahre). Weiterhin wird der Aufenthalt von Jugendlichen in Discotheken geregelt. Insgesamt dient es dem Schutz von Jugendlichen in der Öffentlichkeit. So ist es ihnen untersagt, sich in Gaststätten, Nachtbars und Nachtclubs aufzuhalten. Nur Personen ab 18 Jahren ist der Zutritt gestattet. Das Gleiche gilt für Tanzveranstaltungen. Der Aufenthalt von Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren ist nur in Begleitung einer erziehungsbeauftragten Person erlaubt. Grundsätzlich dürfen hochprozentige Spirituosen wie Branntwein nicht an Jugendliche unter 18 Jahre abgegeben werden.

Geringe Alkoholmengen reichen aus, um das Reaktions- und Orientierungsvermögen herabzusetzen

Durch Alkohol wird eine Vielzahl der Unfälle im Straßenverkehr verursacht. Geringe Alkoholmengen reichen aus, um das Reaktions- und Orientierungsvermögen herabzusetzen. Gleichzeitig nimmt die Risikobereitschaft zu.

Besonders für Fahranfänger gelten strenge Regeln. Diese müssen in der Probezeit die Null-Promille-Grenze einhalten. Bei Verstoß liegt eine Ordnungswidrigkeit vor und es wird ein Bußgeld von 250 Euro fällig. Zusätzlich gibt es Punkte in der Verkehrskartei. Weiterhin verlängert sich die Probezeit auf 4 Jahre und man muss eine Nachschulung durchführen.

Das Führen von Kraftfahrzeugen bei Blutkonzentrationen

• von mehr als 0,5 Promille stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und wird mit einem Bußgeld von bis zu 1500 Euro geahndet

• von 1,1 bis 1,6 Promille stellt eine Straftat dar, welche den Entzug der Fahrerlaubnis nach sich zieht. Zusätzlich gibt es Punkte im Verkehrszentralregister und eine Geldstrafe. Zu beachten ist, dass bei Fahrradfahrern die gleichen Strafen gelten, aber erst bei einer Promillegrenze ab 1,6 Promille

• von 1,6 Promille oder mehr führt dazu, dass man sich der sogenannten Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) unterziehen muss. Dabei findet eine medizinische Untersuchung statt und in einem Gespräch mit einem Psychologen muss nachgewiesen werden, dass man sich mit seinem Trinkverhalten ernsthaft auseinandergesetzt und dieses nachhaltig verändert hat

Daneben gibt es die sogenannten alkoholtypischen Ausfallerscheinungen, das heißt wer im Straßenverkehr auffällig fährt und dadurch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, kann bereits ab einer Blutalkoholkonzentration von 0,3 Promille den Führerschein entzogen bekommen. Zudem liegt eine Straftat vor.

Wer sich am Tag nach einer feucht-fröhlichen Feier hinters Steuer setzt, riskiert einen Unfall und den Führerschein. Denn weder ein paar Stunden Schlaf, noch Kaffee oder ein ausgiebiges Frühstück beschleunigen den Alkoholabbau im Körper.

Der Alkoholabbau wird zu 90 Prozent von der Leber übernommen. Pro Stunde können beim Erwachsenen ungefähr 0,1g Alkohol pro Kilogramm Körpergewicht abgebaut werden. Das entspricht 0,1 bis 0,15 Promille. Bei Frauen und bei Jugendlichen ist allerdings ein wesentlich niedriger Wert anzusetzen.

 

 

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Datum: Freitag, 2. August 2013 12:07
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