Alkohol und Krebs

Übermäßiger und chronischer Alkoholgenuss erhöht das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen um ein Vielfaches. Besonders die Organe des Magen-Darm-Trakts sind häufig davon betroffen.

Im Vergleich zu Nichtalkoholtrinkern steigt das Risiko um das 3- bis 8fache, an Rachen- und Kehlkopfkrebs (Pharynx- und Larynxkarzinom) zu erkranken. In Abhängigkeit von der Alkoholkonzentration der Getränke erhöht sich das Risiko für Speiseröhrenkrebs um das 5- bis 25-fache.

Es wird vermutet, dass hauptsächlich das giftige Stoffwechselprodukt des Alkohols Acetaldehyd für die Entstehung von Speiseröhrenkrebs verantwortlich ist, indem es das Erbgut schädigt.

Eine alkoholbedingte Leberzirrhose führt in den meisten Fällen zu Leberkrebs (Leberzellkarzinom). Es kann auch eine Virusinfektion mit Hepatitis C eine Leberzirrhose und folglich Leberkrebs bedingen. Die Leberzirrhose wird als ein eigenständiger Faktor für Lebertumoren angesehen. Diese wiederum entsteht höchstwahrscheinlich durch freie Radikale, welche während des Alkoholstoffwechsels gebildet werden (oxidativer Stress).

Alkohol und Übergewicht

Viele wissenschaftliche Untersuchungen weisen darauf hin, dass die alkoholbedingten Folge-Erkrankungen wie Leberentzündungen oder Übergewicht die Ursachen für bestimmte Krebserkrankungen sind.

Alkohol und andere Drogen

Alkohol wird oft zusammen mit Zigaretten konsumiert. Deswegen ist die krebserzeugende Wirkung im Einzelfall auch nicht immer nur dem Alkohol oder nur dem Zigarettenkonsum zuzuordnen. Aber auch ohne gleichzeitigen Zigarettenkonsum ist Alkohol ein eigenständiger Risikofaktor für die Entwicklung von vielen Krebsarten. Zusammen mit anderen Drogen konsumiert, erhöht sich allerdings das Krebsrisiko um ein Vielfaches.

Generell ist die Entstehung von Krebs von vielen Faktoren abhängig. Auch wenn man nicht in jeder Hinsicht einer Krebserkrankung vorbeugten kann, lässt sich durch den Lebensstil das Risiko für eine Erkrankung senken.

Krebs vorbeugen

Wenn Sie ernsthaft an Ihrer Gesundheit interessiert sind, sollten Sie nicht rauchen, wenig Alkohol trinken, Sport treiben oder zumindest für ausreichende Bewegung sorgen und intensive Sonneneinstrahlung vermeiden.

Zudem sollten Sie viel Obst und Gemüse und wenig Fett und rohes Fleisch essen. Auch am Arbeitsplatz können Sie selbst auf Sicherheitsmaßnahmen achten, etwa im Umgang mit krebserregenden Substanzen. Gerade der Früherkennung von Brustkrebs, Dickdarmkrebs und Gebärmutterhalskrebs sollte in Zukunft größere Beachtung geschenkt werden.

Alkohol verursacht das Wernicke-Korsakow-Syndrom

Chronischer Alkoholismus kann zur Ausbildung des sogenannten Wernicke-Korsakow-Syndroms führen. Dieses ist durch eine Vielzahl an Symptomen gekennzeichnet. Es kann zu Augenzittern (Nystagmus), Bewegungsstörungen mit Lähmungserscheinungen, Verwirrtheitszuständen, Bewusstseinstrübungen, Wesensveränderungen, verminderter Merkfähigkeit, Phantasieren, Demenz und Nervenstörungen (Polyneuropathie) kommen. Entscheidend für die Entwicklung dieses Krankheitsbildes ist das Vorliegen eines Vitamin-B1-Mangels. Einige Symptome können durch rechtzeitige Gaben von Vitamin B1 relativ schnell verbessert werden.

Das Wernicke-Korsakow-Syndrom bildet sich bei ungefähr 3 – 5 % der chronischen Alkoholiker aus.

 

 

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Datum: Donnerstag, 22. August 2013 9:15
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