ALKOHOL / DROGEN AM STEUER

Seit dem 1. August 2007 gilt für Fahranfänger in der Probezeit oder vor Vollendung des 21. Lebensjahrs absolutes Alkoholverbot. Verstöße gegen dieses Verbot werden mit einer Geldbuße von 125 € und zwei Punkten im Verkehrszentralregister in Flensburg geahndet.
Nach § 2a Abs. 2 StVG führt dies zur Verlängerung der Probezeit um zwei Jahre und zur Anordnung der Teilnahme an einem Aufbauseminar. Bei Fahrzeugführern im Besitz eines Personenbeförderungsscheins führt ein Blutalkoholgehalt, der höher als 0,0 ‰ ist, zum Verlust der Erlaubnis der Personenbeförderung.

Alle anderen Fahrzeugführer müssen erst ab 0,3 ‰ mit Konsequenzen rechnen. Die Folgen sind dabei je nach Grad der Alkoholisierung und Situation unterschiedlich. Fahrer mit 0,3 ‰ bis 0,49 ‰ werden nur bei Verwicklung in einen Unfall oder bei gefährlicher Fahrweise bestraft.

Ein Blutalkoholgehalt von 0,5 ‰ kann Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg, eine Geldbuße und sogar ein Fahrverbot nach sich ziehen. Nach § 24a Abs. 1 StVG liegt eine Ordnungswidrigkeit vor, wenn ein Fahrzeugführer einen Blutalkoholgehalt von mindestens 0,5 ‰ hat. Nach § 24a Abs. 2 StVG handelt ordnungswidrig, wer unter Wirkung eines in der folgenden Anlage zu dieser Vorschrift genannten berauschenden Mittels im Straßenverkehr ein Kraftfahrzeug führt. Eine solche Wirkung liegt vor, wenn eine in der Anlage genannte Substanz im Blut nachgewiesen wird.

Anlage zu § 24a Abs. 2 StVG: Liste der berauschenden Mittel und Substanzen:

  • Cannabis / Tetrahydrocannabinol (THC)
  • Heroin / Morphin
  • Morphin / Morphin
  • Kokain / Benzoylecgonin
  • Amphetamin / Amphetamin
  • Designer-Amphetamin / Methylendioxyethylamphetamin (MDE)
  • Designer-Amphetamin / Methylendioxymethamphetamin (MDMA)

Der Ordnungswidrigkeitentatbestand nach § 24a Abs. 2 ist auch dann erfüllt, wenn keine konkrete Ausfallerscheinung wie ein Fahrfehler oder eine Gefährdung vorliegt. Bei einem Blutalkoholgehalt von 0,3 ‰ bis 1,1 ‰ spricht man von „Relativer Fahruntüchtigkeit“.

Absolute Fahruntüchtigkeit
Ab 1,1 ‰ spricht man von „Absoluter Fahruntüchtigkeit“. Diese wird mit sieben Punkten, Führerscheinentzug und einer Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet. Ist dieser Grenzwert überschritten, handelt es sich in jedem Fall um eine Straftat nach § 316 StGB, unabhängig davon ob es zu alkoholbedingten Fahrunsicherheiten kam oder nicht. Dieses Vergehen wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit einer Geldstrafe geahndet.

Ab einem Promillewert von mindestens 1,6 muss für die Wiedererlangung der Fahrerlaubnis die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) bestanden werden. Bei einem Alkoholgehalt ab 2,0 ‰ wird in der Regel die Fahrerlaubnis entzogen.
(Quelle: Monetos)

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Datum: Montag, 21. Februar 2011 12:23
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