Alarmzeichen einer Alkoholsucht richtig deuten

In Deutschland gibt es zwei Millionen Alkoholabhängige

Nur zehn Prozent von ihnen erhalten eine fachgerechte Therapie ihrer Alkoholsucht. Rund 30 000 Erkrankte machen eine viermonatige Entwöhnungsbehandlung in einer Klinik – bislang der Standard bei schwerer Alkoholsucht in Deutschland. Früher galt jemand als Therapieversager, wenn er einen Rückfall hatte. Dies hinderte zahlreiche Betroffene daran, überhaupt professionelle Hilfe zu suchen. Mit der neuen Methode hoffen Experten, statt bislang zehn Prozent demnächst 30 Prozent der Süchtigen fachärztlich zu behandeln.

Signale der Alkoholsucht: Anzeichen für eine körperliche und psychische Abhängigkeit

  • Suchtdruck: Ein starkes Verlangen Alkohol zu trinken.
  • Kontrollverlust: Verlust der Fähigkeit zur Regulierung, wann und auch welche Menge getrunken wird.
  • Interessensverlust: Zu Gunsten des Alkohols wird alles andere im Leben vernachlässigt.
  • Großes Verlangen nach Alkohol bei dem Versuch, den eigenen Konsum zu reduzieren.
  • Soziale Probleme: Anhaltender Konsum, obwohl die schädlichen Folgen deutlich werden an Probleme in der Familie und dem gesamten sozialen Umfeld.
  • Verhaltensänderung: Es wird maßlos getrunken, ohne die gesellschaftlich üblichen Regeln zu beachten.
  • „Belohnung“: Alkohol als Belohnung für überstandenen Stress oder gelösten Aufgaben
  • Gewöhnung: Um den gewünschten Effekt zu erreichen, sind immer größere Mengen Alkohol nötig.

 

Die Diagnose Alkoholabhängigkeit hängt nicht allein von der täglichen Dosis ab

Wichtiger ist, ob bereits eine körperliche Gewöhnung an den Alkohol vorliegt oder bereits Entzugserscheinungen auftreten. Manche Menschen verspüren eine große Unruhe wenn sie nicht mehr trinken, das sind ernst zu nehmende Anzeichen für eine beginnende Alkoholabhängigkeit.

Dem Anfang wehren

Jeder kennt die Situation. Kaum ist man der Einladung gefolgt und bei einem Freund angekommen, bietet dieser einem auch schon einen ersten Drink an. Das ist harte Probe für anfällige Menschen.

Bei alkoholkranken Menschen spricht man bei einem Konsum von mehr als vier alkoholischen Getränken am Tag von einem „heavy drinking day“ (bei Männern). Bei Frauen zählt ein Tag, an dem sie mehr als drei Drinks zu sich nehmen, als übermäßiger Genuss (als ein „Drink“ gilt z. B. 0,5 Liter Bier).

 

Hilfe aus der beginnenden Alkoholsucht

Wenn auch Sie das Gefühl haben, an der Grenz zu einer Alkoholsucht zu stehen, holen Sie sich umgehend professionelle Hilfe, damit Schlimmeres verhindert werden kann.
Wenden Sie sich bei Suchtproblemen an die Gesundheitsakademie Schmidbauer.

 

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Datum: Donnerstag, 3. Oktober 2013 9:00
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