6. Bundeswettbewerb zur kommunalen Suchtprävention – Alkohol-Prävention steht im Fokus

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die Drogenbeauftragte der Bundesregierung und der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen haben zum sechsten Mal ihren bundesweiten Wettbewerb für “vorbildliche Strategien zur kommunalen Suchtprävention” ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist für die Städte und Gemeinden läuft bis zum 14. Januar 2013.

Das Thema des aktuellen Wettbewerbes ist der “Alkohol-Prävention im öffentlichen Raum” gewidmet. Als Preisgelder sind insgesamt 60.000 Euro ausgeschrieben. Der Spitzenverband der Krankenkassen hat ein zusätzliches Preisgeld von 10.000 Euro ausgelobt, das für “vorbildliche Regelungen der Zusammenarbeit von Krankenkassen und Kommunen” für die Alkohol-Prävention im öffentlichen Raum verliehen werden soll. Das Ziel des Wettbewerbs besteht darin, hervorragende Präventions-Aktivitäten der Kommunen zu identifizieren und öffentlich zu publizieren, um andere Städte und Gemeinden zu vergleichbaren Aktionen anzuregen.

Dringender Handlungsbedarf für Alkohol-Prävention in zahlreichen Kommunen

In ihrem Kommentar zum Start des Wettbewerbs verwies BZgA-Chefin Professor Dr. Elisabeth Pott darauf, dass sich für die Alkohol-Prävention in zahlreichen Kommunen ein dringender Handlungsbedarf stelle. Alkoholkonsum gehöre hierzulande zum “mehr oder weniger normalen Konsumverhalten” und werde immer häufiger auch an öffentlichen Orten sowie im öffentlichen Nahverkehr getrunken.

Die Gesundheits-Expertin ist überzeugt, dass sich aus dem Wettbewerb zahlreiche innovative Ansätze und Strategien zur Alkohol-Prävention im öffentlichen Raum ergeben werden. Besonders gute Chancen auf einen Preis hätten dabei Projekte, die weitere gesundheits- und ordnungspolitische Konzepte integrieren und durch die kommunale Vernetzung eine wirksame Prävention erzielen.

Wettbewerb mit breitem Themenspektrum

Das Themenspektrum des Wettbewerbes ist breit gefächert. Bewerben können sich alle Kommunen, die Projekte für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol oder zur Verhinderung des Rausch-Trinkens von Jugendlichen realisieren. Auch die Arbeit von Beratungsstellen inklusive Streetworking oder aufsuchender Hilfe und Beratung sowie Konfliktmanagement, Mediation oder die Bereitstellung von Info-Materialien sind hier einbezogen. Preiswürdig sind ferner Alkoholbeschränkungen oder -Verbote im öffentlichen Raum, bei Festen und Events sowie im Personen-Nahverkehr.

Teilnahmeberechtigt sind neben den Kommunen auch Kommunalverbände, die Träger der kommunalen Selbstverwaltung, kommunale Einrichtungen wie Verkehrsbetriebe oder Schulen sowie Veranstalter und Krankenkassen. Der Wettbewerb wird durch das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) betreut. Die Teilnahmeunterlagen gibt es dort oder direkt im Internet unter der URL “kommunale-suchtpraevention.de”.

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Datum: Mittwoch, 10. Oktober 2012 10:32
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